Presseschau vom 23. April 2008 VARIA
Quelle: http://www.welt.de/
Datum: 20. April 2008
Referent: Anita Bellini
Warum noch einmal Berlusconi? Man stellt diese Frage. Aber nicht nur Berlusconi sondern auch Fini und Bossi wieder zusammen. Die drei Wiedergänger kennen sich aus älteren Tagen. Trotz der vergangenen Beschimpfungen und der Antagonismen verschiedener Interessen und Meinungen, versuchen die drei Politiker zum dritten Mal den Staat zu regieren und ein Bild von Harmonie und Geschlossenheit zu geben. Darunter kämpft Umberto Bossi seit den 80-er-Jahren mit Wucht und einer derben Sprache für einen unabhängigen Norden Italiens gegen den gefräβigen Süden, für den der Koalitionspartner Fini steht.
Außerdem sind nicht nur Probleme in der Koalition sondern auch in dem ganzen politischen System. „Welt on line“ schreibt von „Roma eterna“, d.h. alle wichtigtuenden Männer, die Ministerien, Behörden , Parteizentralen bevölkern. Niemand weiß, was sie eigentlich tun. So wird diese Regierung sowie die nächsten Regierungen sich mit diesem schweren Problem beschäftigen müssen.
Hintergrund
Seit 14 Jahren ist „Il Cavaliere“ auf der politischen Bühne
Quelle: http://www.welt.de/
Datum: 16. April 2008
1994: Im Januar beginnt Silvio Berlusconi seinen Einstieg in die Politik. Er tritt als Kandidat der Forza Italia bei der Wahl im März an, gewinnt und wird mit der Regierungsbildung beauftragt. Schon im Dezember tritt er wegen innenpolitischer Probleme zurück. Kommissarisch übernimmt Lamberto Dini die Regierung.
1996: Berlusconi verliert bei der Parlamentswahl gegen Romano Prodi. Trotz des „Interessenkonflikts“ seines Medienimperiums darf er seine drei Privatsender behalten.
2001: Berlusconi ist zurück als Spitzenkandidat des rechten Lagers für die Parlamentswahlen im Mai des Jahres. Dabei erreicht er die absolute Mehrheit in beiden Kammern.
2006: International ist Berlusconi auf seinem Höhepunkt aber er verliert im Juni die Parlamentswahlen gegen Prodi. Im Jahr darauf löst er die Forza Italia auf und gründet „Popolo delle Libertà“.
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