Donnerstag, 27. März 2008
“Italien will EU-Bürger ausweisen”
Kokain treibt immer mehr Italiener zu Nasenoperationen
BMW verfehlt deutlich die Erwartungen
Presseschau vom 7.11.2007
Quelle: www.faz.net
Datum: 6.11.2007
Referentin: Michela Gheruzzi.
Letzte Woche hat die BMW-Führung bei einem Treffen die finanzielle Situation des Unternehmens geschildert und die Ergebnisse mitgeteilt, zu denen die Firma in den ersten neun Monaten dieses Jahres gekommen ist.
Wie es in der Mitteilung vom letzten Dienstag heißt, sei das Bild des Unternehmens nicht sehr positiv, weil der deutsche Autobauer die Erwartungen von Analysten deutlich enttäuscht habe.
Die wirtschaftlichen Ergebnisse, die in den ersten drei Quartalen dieses Geschäftsjahres erreicht worden sind, seien weit unter den Erwartungen von Analysten geblieben. Zum Beispiel sei die Notierung der BMW-Aktie an der Börse um 3,7% gesunken, der operative Gewinn sei um 17% eingebrochen und der Überschuss habe um 2% nachgegeben. Das Unternehmen habe in diesem Zeitraum auch einige positive Resultaten erzielt: der Umsatz sei von Januar bis September um ungefähr 11% gestiegen, während der Absatz um 7,2% zugelegt habe. Doch bleiben diese Werte fern von den Voraussichten von Analysten, können deshalb nicht wirklich als positive Ergebnisse betrachtet werden.
Die Ursache für diese negative Leistung wäre nicht nur in den Kosten für die Produktion und Markteinführung neuer Modelle, sondern auch in den hohen Rohstoffkosten und in dem schwachen Dollar zu finden. Für die Zukunft hat aber die Unternehmensführung eine neue Strategie versprochen. BMW-Chef Norbert Reithofer hat gesagt, die Firma rechne im vierten Quartal mit einem stärkeren Absatzzuwachs, der es erlauben sollte, eine positive Ergebnisentwicklung zu erwarten; außerdem hat die Firma eine strategische Neuausrichtung angekündigt, mit der das Automobilgeschäft ab 2012 eine höhere Rendite erreichen soll und die Firma Kosten sparen und produktiver werden will.
Hintergrundinformationen
BMW-Geschichte
Die Bayerischen Motoren Werke (BMW) sind ein deutsches Unternehmen, das seit seiner Gründung im Jahr 1916 weltweit eine führende Rolle in der Automobilindustrie spielt.
Die BMW Group ist Hersteller von Automobilen, Motorrädern und Motoren; mit den Marken BMW, Rolls-Royce und Mini bietet die Firma eine breite Produktpalette an, die vom Klein- bis zum Luxuswagen geht, und beherrscht einen großen Marktanteil. Der Hauptsitz der bayerischen Aktiengesellschaft befindet sich in München; das Unternehmen betreibt aber auch Werke in Österreich, Großbritannien, Südafrika, USA und China.
Europa verschwendet Milliarden
Presseschau vom 21.11.2007
Quelle: www.faz.net
Datum: 13.11.2007
Referentin: Michela Gheruzzi
In diesem Artikel berichtet der Autor über den europäischen Jahresbericht 2006, den der Rechnungshof am 13. November in Brüssel vorgelegt hat.
Was aus diesem Bericht hervorgeht, ist ziemlich negativ, weil man daraus lernen kann, dass wieder einmal ein großer Teil des EU-Haushalts unrechtmäßig ausgegeben worden ist. Der EU-Rechnungshof, der den Haushalt der Europäischen Union seit 1994 prüft, hat nämlich Stichproben durchgeführt, die gravierende Fehler gezeigt haben. Insbesondere hat es massive Defizite bei den Agrar- und Strukturhilfen gegeben, die zusammen ungefähr 80% des EU-Haushalts ausmachen.
Die Ursachen für diese schwierige Situation sind verschieden, können aber auf vier wichtige Phänomene zurückgeführt werden: Fahrlässigkeit seitens der Institutionen, unzulängliche Kenntnis der EU-Regeln für die Mittelverteilung, gezielte Betrugsversuche und unzulängliche Zahl und Qualität der Kontrolle. Diese Faktoren haben zu einer sehr negativen Lage beigetragen. Das wichtigste Beispiel dafür ist die Agrarpolitik, wo Gelder an Empfänger gegangen sind, die mit der Landwirtschaft nichts zu tun gehabt haben; so haben Golf- und Freizeitklubs, Eisenbahngesellschaften, aber auch Städte und Gemeinden Agrarsubventionen bekommen. Ein anderes Beispiel ist das Forschungsgebiet, wo überhöhte Projektkosten angemeldet und deshalb hohe Finanzierungen erhalten worden sind.
Diese Daten zeigen eine negative Situation, die aber nicht völlig verfahren ist. Eine Sprecherin des Eu-Kommissars für die Verwaltung Siim Kallas hat gesagt, dass das falsch ausgezahlte Geld nicht verloren sei. Die EU-Kommission habe nämlich vor, dieses Geld zurückzufordern oder mit späteren Zahlungen zu verrechnen.
Hintergrundinformationen
Europäischer Rechnungshof
Der Europäische Rechnungshof (kurz EuRH) ist eine Institution der Europäischen Union, die ihren Sitz in Luxemburg hat. Er wurde 1975 errichtet, nahm 1977 als unabhängiges Kontrollorgan seine Arbeit auf und wurde 1993 mit dem Vertrag von Maastricht den anderen Organen gleichgestellt.
Der EuRH besteht aus 27 Mitgliedern – einem Vertreter für jeden Mitgliedsstaat – die dieses Amt für sechs Jahre ausüben; an seiner Spitze steht der Präsident, der unter den Mitgliedern alle drei Jahre gewählt wird.
Die Aufgabe des EU-Rechnungshofs ist, fortlaufend die Rechtmäßigkeit und ordnungsgemäße Verwendung von Einnahmen und Ausgaben seitens der Institutionen der Europäischen Gemeinschaft zu gewährleisten. Dazu legt der EuRH einen jährlichen Bericht vor, der für die Haushaltsbehörde (Parlament und Ministerrat) von großer Bedeutung ist. Außerdem kann dieses Organ jederzeit Prüfbesuche bei anderen EU-Organen in den Mitgliedsstaaten sowie in Ländern durchführen, die EU-Hilfen erhalten.
ÜBER UNS
Hier veröffentlichen wir die Ergebnisse unserer "Presseschau".
Die Artikel sind in 4 Kategorien aufgeteilt:
- POLITIK Schwerpunkt: "Europäische Union".
- WIRTSCHAFT Schwerpunkt Automobilindustrie.
- KULTUR Schwerpunkt: Ausstellungen in den deutschsprachigen Ländern.
- VARIA Schwerpunkt: das Bild Italiens in der deutschsprachigen Presse.
Redaktion:
Daniele Ardenghi, Anita Bellini, Federica Boldini, Giovanna Capetti, Stefania Corbellini, Ilaria Fornari, Erika Galli, Sara Parmeggiani, Sara Passigato, Maurizia Pozzi, Sara Salvetti, Evelina Scarlata, Cristina Tengattini, Stefania Venturelli, Elena Zacco.
Web Master:
Giovanna Capetti, Cristina Tengattini
Koordination:
Dr.phil. Renate Roos