Donnerstag, 1. Mai 2008

Müllkrise bringt Büffel-Mozzarella in Verruf

Presseschau vom 2. April 2008

Quelle: www.welt.de

Datum: 26 März 2008

Referent: Anita Bellini


Die Müllkrise in Süditalien, in der Region Kampanien, weitet sich aus. Der Bereich „Landwirtschaft“ stöβt an groβe Schwierigkeiten: Japan und Südkorea haben einen Importstopp für Büffel-Mozzarella verhängt, nachdem italienische Ermittler hochgiftiges Dioxin in der Milch von mehr als 1000 Tieren nachgewiesen haben, die für die Herstellung des Käses verwendet wird. Experten vermuten, dass die Tiere das verseuchte Gras in der Nähe illegaler Mülldeponien gefressen haben oder das giftige Dioxin durch Regen auf die Weiden gelangt ist.

In Deutschland hat man an einen Importstopp noch nicht gedacht. Die Europäische Union beobachtet und prüft gerade die Situation, während der italienische Landwirtschaftsminister behauptet, diese Ereignisse zeigen, dass die Kontrollen effizient sind.

Es handelt sich um ein schwieriges Problem, weil Italien jährlich Büffel-Mozzarella im Wert von 48 Mio. Euro exportiert.


Hintergrund

Quelle: www.welt.de

Datum: 25. Januar 2008

Kampanien ist seit 500 Jahren der gröβte Hersteller von Büffel-Mozzarella in Italien. Insgesamt gibt es rund 300.000 Büffel in Kampanien, die meisten in der Ebene von Caserta. Dort leben 1000 Büffelzüchter und jedes Jahr findet hier sogar der Internationale Büffel-Kongress statt.

100.000 Büffel geben etwa acht Liter Milch pro Tag und man kann davon zwei Kilo Mozzarella herstellen. Aber wegen der Krankheit „Brucellose“ müssen viele Büffel geschlachtet werden und die Bauern fürchten, dass sie keine staatlichen, regionalen oder EU-Gelder für ihre Tiere bekommen.

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