Donnerstag, 8. Mai 2008

EU RUFT NICHT ZUM OLYMPIA-BOYKOTT AUF

Presseschau vom 2.04.08

Quelle: www.spiegel.de
Datum: 29.3.08
Referent: Corbellini Stefania

Die europäische Union verzichtet auf einen gemeinsamen Boykottaufruf für die olympischen Spiele in Peking.

Die EU-Außenminister haben sich in Brdo, Kosovo, getroffen. In ihrer Abschlusserklärung zum Treffen steht ein Appell an das geistliche Oberhaupt der Tibeter, den Dalai Lama, und die chinesische Führung zu einem „konstruktiven Dialog“.

Die Ursache war das harte Durchgreifen der chinesischen Sicherheitskräfte gegen Demonstranten in Tibet, das die Frage eines Boykotts aufgeworfen hat.

Die großen EU-Staaten wie Deutschland, Frankreich und Großbritanien haben schon einen Boykott der Spiele abgelehnt. Der deutsche Außenminister Steinmeier sagte, dass eine politische Instrumentalisierung des Sports keine angemessene Reaktion sei. Der französische Außenminister Kouchner hat hinzugefügt, dass niemand für einen Boykott der Spiele sein solle. Der tschechische Außenminister Schwarzenberg ist nicht damit einverstanden. Er forderte, dass alle Politiker der europäische Union die Eröffnungsfeier boykottieren sollen und er hat sie „unsinnige Zeremonien“ genannt.

Einerseits haben sich mehrere Mitgliedsstaaten über die Teilnahme an der Eröffnungsveranstaltung noch nicht entschieden, andererseits haben Politiker aus Polen und Tschechien schon erklärt, sie werden der Eröffnungsfeier fernbleiben.

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