Dienstag, 13. Mai 2008

BMW leidet im ersten Quartal unter Belastungen durch Finanzkrise

Presseschau vom 30. April 2008

Quelle: www.sueddeutsche.de
Datum: 29. April 2008 Referent: Evelina Scarlata
Im Artikel geht es um den Autobauer BMW, der im ersten Quartal 2008 wegen der internationalen Finanzkrise und Kosten für den geplanten Stellenabbau einen deutlichen Gewinnrückgang verbucht hat. Vorstandschef Norbert Reithofer sagte, dass der Konzern verschärfte wirtschaftliche Belastungen zu tragen hat und die Situation, insbesondere in den USA, derzeit schwierig ist. Die Prognosen für das Gesamtjahr bestätigte er aber. Dafür will BMW zwar weiter auf die Kosten achten, aber ohne weitere Stellenstreichungen auskommen. Über einen weiteren Stellenabbau hat BMW noch keine konkreten Pläne und schon gar keine Beschlüsse.
BMW hatte bereits vergangene Woche vor Belastungen in Höhe von 236 Millionen Euro gewarnt. Zur Begründung hieß es, im Zuge der Finanzmarktkrise seien vor allem in Nordamerika die Preise für Gebrauchtwagen gesunken und damit auch die Erlöse für Autos, die aus Leasingverträgen zurückkommen. Sollte es 2008 nicht zu einer Erholung der Märkte kommen, insbesondere bei Gebrauchtwagen, könnte es sein, dass BMW die Risikovorsorge erhöhen muss.
Neben den Auswirkungen der Finanzkrise fielen bei BMW auch Kosten für den geplanten Stellenabbau an: Die Kosten betrachten 40 Millionen Euro. BMW will bis 2012 sechs Milliarden Euro Kosten einsparen und hatte im Zuge dieses Programms Ende Februar auch den Abbau von 8100 Arbeitsplätzen angekündigt.
Insgesamt schlugen die Sondereffekte in Höhe von insgesamt 276 Millionen Euro im ersten Quartal deutlich aufs Ergebnis durch. Vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr von 912 auf 827 Millionen Euro. Ohne die Belastungen hätte das Ergebnis laut BMW aber bei 1,063 Milliarden Euro gelegen. Der Vorsteuergewinn gab von 852 auf 641 Millionen Euro nach. Unterm Strich verdiente BMW mit 487 Millionen Euro 100 Millionen Euro weniger als im Vorjahr.
Besser sah es beim Umsatz aus. Er stieg angesichts der guten Verkaufszahlen um mehr als 11 Prozent auf knapp 13,3 Milliarden Euro. Im ersten Quartal war der Absatz der drei Konzernmarken BMW, Mini und Rolls-Royce um 5,6 Prozent auf knapp 352 000 Fahrzeuge gestiegen. Für den April zeichne sich ein Absatzwachstum im höheren einstelligen Prozentbereich ab.
Hintergrundinformation:
Die Bayerische Motorenwerke AG (BMW) ist ein deutscher Hersteller von Automobilen, Motorrädern und Motoren. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in München. Im Jahr 2006 erzielte es bei einem Umsatz von 48.999 Mrd. Euro einen Nettogewinn von 2.874 Mrd. Euro. Weltweit beschäftigt der Konzern 106.575 Mitarbeiter und fertigte 1.373.970 Automobile (davon 1.185.088 der Marke BMW) sowie 100.064 Motorräder. Die Aktie des Unternehmens ist im DAX an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.

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