Mittwoch, 30. April 2008

Bonjour Triest

PRESSESCHAU VOM: 2. 4. 2008

QUELLE: www.FAZ.de

DATUM: 25. März 2008

REFERENT: Cristina Tengattini

Im diesem Artikel spricht der Journalist über Triest, eine italienische Stadt, die an der Adria liegt. Die Besonderheit dieser Stadt ist, dass sie eine neue Tür zum Osten verkörpert. Viele Touristen kommen nach Triest, und viele Italiener fahren nach Slowenien und Kroatien. Diese zwei Länder waren schon wegen ihrer Strande und ihrer Skipisten bekannt, aber jetzt gibt es etwas Neues. Viele Leute, auch Italiener fahren oft nach Slowenien und Kroatien um zu rauchen.

Im Italien gibt es das Rauchverbot, man kann in Zügen, Bars und Restaurants, in Museen, Büros und Geschäften nicht rauchen. Die Strafen sind sehr teuer: bis zu 2200 Euro!!

In Slowenien ist die Situation ganz anders. Dort kann man in den Kneipen, an der Bar, oder im Restaurant noch rauchen. Rauchen ist sogar in den Strafkammern möglich.

Nach der Erweiterung Europas nach Osten, kann man nach Osten fahren und dort seine Zigarette anzünden. Die Folge ist, dass die Straßen am Wochenende verstopft sind.

Natürlich gibt es neben diesen neuen Tourismus noch den Kunsttourismus. Man kommt auch nach Trieste um die Stadt von Italo Svevo zu sehen. Hier hatte der Schriftsteller seinen Englischlehrer James Joyce kennen gelernt.

Kommentar:

Diese neue Tendenz ist sehr merkwürdig. Ich denke, dass man einfach zu Hause oder an der freien Luft rauchen kann, ohne viele Kilometer zu fahren.

Triest ist eine schöne Stadt und hat viel Kultur, es ist schade, wenn es jetzt nur als Tür zum freien Rauchen berühmt wäre.

Samstag, 26. April 2008

Stasi bewacht die Fackel

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Datum: 01. April 2008

Referent: Pozzi Maurizia

Zusammenfassung

In diesem Artikel geht es um die Zeremonie, die am Montag in Peking, auf dem Platz des Himmlischen Friedens stattgefunden hat und die den olympischen Fackellauf gestartet hat.

Diese Zeremonie wurde streng abgeschirmt, um anti-chinesische Demonstrationen zu verhindern. Auch Stasi-Beamte waren da unter tausenden Polizisten, um Sicherheit zu garantieren.

Der chinesische Staatschef hat die Fackel dem berühmtesten Sportler Chinas gereicht. Das Feuer kam aus Griechenland, bzw. aus dem alten Olympia und soll jetzt durch 19 Länder auf 5 Kontinente führen. Der nächste Halt ist Almaty in Kasachstan, dann wird die Fackel am 4. Mai wieder zurück sein, ausgerechnet in Tibet. Über dieses letzte Detail kommt es zu Auseinandersetzungen: In Hannover hat ein Protest stattgefunden, um an VW zu appellieren, damit der einzige Olympiasponsor den Fackellauf durch Tibet nicht unterstützt.

Die Zeremonie wurde durch die Medien vermittelt, jedoch mit einminütiger Verzögerung, damit sie nicht unterbrochen werden konnte. Die Pekinger Bürger wurden vom Spektakel ausgeschlossen.

Was die EU betrifft, greifen Chinas Medien nicht nur den Dalai Lama sondern auch den europäischen Parlamentspräsidenten Hans Gert Pöttering an, weil er den Olympiaboycott nicht sofort ausgeschlossen hat. Es schien den Chinesen, als ob er den Boycott der olympischen Spiele in Peking anstiften wollte. Eine chinesische Auβenamtssprecherin hat betont, dass die EU nicht Salz in die Wunden der Opfer reiben sollte. Natürlich hat die EU geantwortet, dass sie immer einen konstruktiven Dialog zwischen der kommunistischen Regierung und dem Dalai Lama gefördert hat und dass sie noch keine klare Entscheidung getroffen hat.

Hintergrundinformationen

Die in Tibet ausgebrochenen Proteste sind das Produkt von Jahrzehnten nationaler Unterdrückung. In den letzten Wochen führten buddhistische Mönche aus Tibets Hauptstadt grundsätzlich friedliche Demonstrationen zur Erinnerung an einen Aufstand im Jahr 1959 an. Sie wurden aber von bewaffneten Polizisten unterdrückt und viele Mönche kamen ums Leben.

Alles begann mit der Erinnerung an den Jahrestag von 1959, der sich zum Sammelpunkt des tibetischen Nationalismus entwickelt hat. Vor 1953 war Tibet eine Monarchie, die der Dalai Lama regierte. Die chinesische Armee fiel 1953 in das Land ein und kollaborierte zunächst mit dem Dalai Lama . Mit der Erlangung immer größerer Kontrolle über das Land provozierte sie eine Reihe Revolten, die im März 1959 zu einem Aufstand führten. Die chinesische Armee reagierte mit Repressalien, und die Folge war die Flucht von etwa 50.000 Tibetern unter der Leitung des Dalai Lama nach Indien.

Diese schwierige Situation in Tibet spielt jetzt eine zentrale Rolle auf der internationalen Ebene, weil sich die verschiedenen Staaten der Welt entscheiden müssen, ob sie an den olympischen Spielen teilnehmen werden. Chinesische Herrscher unterstützen natürlich die Olympischen Spiele, weil sie China als große Weltmacht zeigen wollen und versuchen die hässlichen Seiten von Chinas Wachstum zu verbergen. Nun stehen sie vor dem Dilemma, die Fackel unter ständiger Militärkontrolle tragen zu lassen oder weitere Demonstrationen für die Unabhängigkeit zu riskieren.


Porsche kann VW übernehmen

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Datum: 04/03/2008

Referent: Pozzi Maurizia


Die Porsche AG ist ein deutscher Sportwagenhersteller mit Sitz in Stuttgart. Sie wurde 1931 als Konstruktionsbüro gegründet. Der Name stammt aus Ferdinand Porsche, der zur Zeit des 1. Weltkrieges als Konstrukteur tätig war.

Porsche hat immer ein Verhältnis zu Volkswagen gehabt. Die Firma VW wurde nämlich unter anderen vom F. Porsche selbst aufgebaut, der Hauptgeschäftsführer sowie Mitglied des Aufsichtsrats bei VW war. Ferdinand Porsche schloss auβerdem einen Vetrag mit VW, der die finanzielle Basis für die Autofabrik und die Handelsgesellschaft Porsche Holding war.

In den letzten Jahren hat Porsche peu à peu die Stammaktien von VW übernommen und hat jetzt seinen Aktienanteil auf 51 % erhöht.

Hintergrundinformationen

Unternehmensform

Aktiengesellschaft

Gründung

1931

Unternehmenssitz

Stuttgart

Unternehmensleitung

Mitarbeiter

11.571

Umsatz

7,38 Milliarden Euro (Gj. 2006/2007)

Branche

Automobilindustrie

Produkte

Automobile



Zusammenfassung

In diesem Artikel geht es um die Übernahme des VW-Konzerns durch die Porsche AG.

Porsche, der Sportwagenbauer aus Stuttgart will die Mehrheit bei Volkswagen übernehmen (gröβter Autobauer Europas). Schon seit langer Zeit wollten die Porsche-Manager an die Macht kommen und jetzt haben sie ihr Ziel erreicht. VW seinerseits hat inzwischen die Mehrheit am schwedischen Lastwagenhersteller Scania gekauft.

Am Anfang schien die Übernahme von VW durch Porsche zu stocken. Man konnte eigentlich nicht glauben, dass die kleine Porsche AG den groβen VW-Konzern übernehmen konnte. Jedoch war die Sache möglich: Die Porsche AG verdient viel und die VW-Aktie war an der Börse so niedrig bewertet, dass die kleine den groβen übernehmen konnte.

Das Problem liegt jetzt in der Tatsache, dass sich die Politiker einmischen wollen, um das alte VW-Gesetz wieder einzuführen. Laut dieses Gesetzes darf kein Aktionär mehr Stimmrechte als 20 % haben. Dieses Gesetz trat im Jahre 1961 in Kraft, wurde aber dann vom EU-Gerichtshof für ungültig erklärt. Jetzt spricht man über eine mögliche Wiedereinführung des Gesetzes. Natürlich ist der Porsche-Vorsitzende damit nicht einverstanden, weil er nicht mehr freie Bahn haben wird.

Was VW betrifft, hat der Konzern den schwedischen Lastwagenhersteller Scania gekauft und stöβt damit eine Neuordnung der Branche an. Für Scania ist das die beste Lösung, weil er den weltsichtigsten Eigentümer aus der Industrie bekommt und eine lange Phase der Unsicherheit beendet wird. Jetzt fragt man sich, was der Münchner Nutzfahrzeughersteller MAN machen wird. Er hatte auch versucht, eine Fusion von MAN und Scania zu ermöglichen, jedoch nicht geschafft, weil unfreundliche Übernahmen nie erfolgreich sind.

WARUM TOPMANAGER DEUTSCHE AUTOS LIEBEN

Quelle: www.welt.de

Datum: 5.11.07

Referent: Corbellini Stefania


Laut einer Studie des Kölner Beratungsunternehmens BBE, bevorzugen deutsche Manager Autos aus einheimischer Produktion. 3500 Geschäftsführer wurden gefragt. Die meisten fahren Mercedes-Benz E-Klasse. Unter den ersten 10 meist gefahrenen Dienstwagen der Rangliste landen 3 Modelle von Mercedes und BMW, 2 Audis, mit dem Passat ein VW und nur eine ausländische Marke: Volvo.

Bei der Entscheidung für die Autos haben deutsche Marke ein gutes Image. Laut den Auto-Tests bauten einige ausländische Hersteller auch sehr gute Fahrzeuge, aber sie haben als Dienstwagen noch lange nicht das Standings wie A6 von Audi oder S-Klasse von Mercedes.

Laut einer anderen Studie von dem Automobilklub ADAC nach der Zufriedenheit mit dem Automarke haben die Befragten die Reparaturanfälligkeit und die Fahrpraxis betrachtet. An der Spitze dieser Liste steht Porsche. Auf Platz zwei und drei folgen die japanische Subaru und die britische Jaguar.

Bei der Kaufentscheidung für Dienstwagen spielt das Geld, laut ADAC eine geringere Rolle als beim privaten Autokauf.

Beim privaten Autokauf würden die meisten edle Autos fahren, wenn sie es sich leisten könnten. Doch der Preis steht im Vordergrund so entscheiden sich die Leute für Modelle wie z.B. VW Golf oder Opel Astra. Außer den Kosten, könnten Aspekte wie Umweltfreundlichkeit und Kosten für Steuern bei der Auswahl eine große Rolle spielen.

TÜRKEI WEIT VOM BEITRITT ENTFERNT

Presseschau vom 7.11.07

Quelle: www.fr-online.de

Datum: 6.11.07

Referent: Corbellini Stefania


Die Erweiterung der Europäischen Union um die Türkei und die Staaten des Westbalkans ist immer unwahrscheinlicher. Die Gründe sind: Große Verletzungen der Menschenrechte, Gesellschaften, die von Korruption zersetzt sind und schleppende Reformen.

Die EU-Kommission hat am 6. November in Brüssel die jährlichen Fortschrittsberichte für die Beitrittskandidaten vorgelegt. Die Kandidaten sind: Türkei, Kroatien, Bosnien, Mazedonien, Albanien, Montenegro, Serbien und die Provinz Kosovo.

Nach den schlechten Erfahrungen mit den Beitritten von Bulgarien und Rumänien Anfang 2007, deren politische Standards noch unter den Vorgaben der EU liegen, fährt die Kommission eine Null-Toleranz Linie.

Der Erweiterungskommissar Oli Rehn rief die Türkei auf, im Kampf gegen die terroristische kurdische Arbeiterpartei PKK von einem militärischen Einmarsch in Nord-Irak abzusehen.

Die Türkei muss mit der irakischen Führung zusammenarbeiten, um Maßnahme gegen die PKK-Kämpfer abzustimmen. Die EU und die USA betrachten die PKK als Terrororganisation.

Es gibt noch viele ungelöste Probleme für die Türkei. Die Kommission fordert den Staat zur Stärkung der Religionsfreiheit für Christen und der Meinungsfreiheit auf. Die Regierung in Ankara muss das Militär in die Schranken weisen. Man muss auch mehr tun, um die Rechte von Frauen zu stärken. Der Bericht prangert auch die Weigerung der Türkei an, ihre Häfen und Flughäfen für Schiffe und Flugzeuge des EU-Mitglieds Zypern zu öffnen. Die Verhandlungen mit der Türkei haben 2005 angefangen, aber sie darf vor 2014 nicht beitreten. Wegen dieser Weigerung aber wurden die Verhandlungen 2006 teilweise ausgesetzt.

Auch Kroatien, das 2009 beizutreten hofft, muss mehr tun, um sein Rechts- und Justizsystem zu reformieren. Die Kommission ist zum Schluss gekommen, dass das Reformtempo in der Region zu langsam ist.

Die Regierungen in Mazedonien, Montenegro und Albanien sind gefordert, bessere Politik zu machen. Bosnien-Herzegowina ist weit davon entfernt, ein demokratischer Staat zu sein, weil sich muslimische, kroatische und serbische Politiker unversöhnlich begegnen.

Die Kommission ermahnt Serbien, mit dem Internationalen Kriegsverbrechertribunal in Den Haag zusammenzuarbeiten.

KOMMENTAR

Auch im Spiegel und in der Süddeutschen Zeitung wird über diesen Fortschrittbericht gehandelt. Die 3 Artikel sind sehr ähnlich, aber sie konzentrieren sich auf verschiedene Aspekte. Im Spiegel wird nur über die Türkei gesprochen, während in der Süddeutschen Zeitung es auch über Kroatien und vor allem Serbien berichtet wird. Alle diese Artikel erwähnen nicht nur die Kritiken der Kommission an der Türkei, sondern auch die lobenden Worte des Erweiterungskommissars. Das Land hat nämlich die schwere politische Krise um das Amt des Präsidenten im Sommer friedlich und demokratisch beigelegt.

Die Süddeutsche Zeitung gibt genauere Auskünfte über Kroatien und Serbien als der Spiegel und die Frankfurter Rundschau. Kroatien wurde für die verbreitete Korruption in der Gesellschaft stark kritisiert. Deswegen muss das Land sein Rechts- und Justizsystem reformieren.

Die Kommission soll ein Stabilisierungsabkommen mit Serbien offiziell abschließen, aber die Bedingungen für eine Unterzeichnung dieses Abkommens sind noch nicht erfüllt, weil die Kooperation mit dem Internationalen Kriegsverbrechertribunal in Den Haag, laut Rehn, noch nicht perfekt ist.

PUTIN WILL MENSCHENRECHTE IN DER EU ÜBERWACHEN

Presseschau vom 31.10.07


Quelle: Spiegel.de

Datum: 27.10.07

Referent: Corbellini Stefania


Der EU-Russland Gipfel hat in Mafra, Portugal, stattgefunden. Putin will ein Institut in Brüssel einrichten lassen, das die Lage der Menschenrechte in der EU überwachen soll. Die Mitarbeiter sollen den Umgang mit Minderheiten, Einwanderern und die Medien beobachten.

Putins persönlicher Berater, Sergej Jastrschembski hat hinzugefügt, dass dies kein gemeinsames Unternehmen, sondern ein russisches Institut sei.

Die EU hat dies begrüßt und will die Details mit Russland diskutieren. Aber der Vorwurf der westlichen Regierungen ist, dass Putin in Russland die Demokratie schwächt und die Meinungsfreiheit unterdrückt.

Das zweite Thema des Gipfels war der Raketenschild. Der US-Regierung hat es nicht gefallen, dass Putin den Plan für einen US-Raketenschild in Osteuropa und die Kuba-Krise von 1962 verglichen hat.

Der Präsidialamtsprecher Sean McCormak hat gesagt, dass es ein paar ganz klare historische Unterschiede gibt. Dieser Schutzschild ist defensiv und zielt darauf ab, Raketenangriffe aus "Schurkenstaaten" wie z.B. Iran abzuwehren. Im Falle der Kuba-Krise hat es sich hingegen um ein offensives Unterfangen gehandelt, als die Sowjetunion damals Raketen auf der Karibikinsel stationierte. Damals hat die Sowjetunion die Krise provoziert. Der Verteidigungsminister der USA, Robert Gates, hat seine Empörung für diesen Vergleich gezeigt. Aber für Putin ist die Situation, technisch betrachtet, ähnlich, denn Russland sieht seine Sicherheitsinteressen verletzt, wenn die USA Teile des Schilds wie geplant in Tschechien und Polen stationieren.

Merkel: Zimbabwe schadet dem Ruf des neuen Afrika

Presseschau vom 12.12.07


Quelle: www. faz.net

Datum: 8.12.07

Referent: Stefania Corbellini


Das Gipfeltreffen der EU und der 53 Staaten Afrikas hat in Lissabon stattgefunden. Es hat mit der Kritik der Europäer an Menschenrechtsverletzungen in Zimbabwe begonnen. Portugals Ministerpräsident José Sócrates sagte, dass der Gipfel wegen der schwierigen Situation in der Region schon zu lange hinausgeschoben worden ist. Er hofft, dass EU und Afrika neue politische Instrumente entwickeln, um auch in der Frage der Menschenrechte zu besseren Ergebnissen zu kommen. Laut dem ghanaischen Präsidenten John Kufuor, derzeit Präsidenten der Afrikanischen Union, zielt der Gipfel darauf ab, eine neue Partnerschaft zwischen Eu und Afrika zu schaffen, die auf gegenseitigem Respekt und der Absicht zur Förderung gemeinsamer Interessen beider Kontinente besteht.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso sagte, dass man auch über die Lage in Darfur oder die Frage von Menschenrechten in Zimbabwe sprechen muss. Er hat hinzugefügt, dass jene, die für die Freiheit und Unabhängigkeit ihrer Länder gekämpft haben, jetzt hoffentlich auch die Freiheit der eigenen Bürger werden akzeptieren können. Der zimbabwische Präsident und einstige Unabhängigkeitskämpfer Robert Mugabe hat an dem Gipfel teilgenommen und hat den Worten von Barroso regungslos zugehört.

Der Präsident des Europaparlaments Hans-Gert Pöttering, forderte die Afrikanische Union auf, wirksame Maßnahmen zu entwickeln, sodass die Bürger einzelner Staaten nicht schutzlos ihrer Führung ausgeliefert sind, wenn diese Staaten die Menschenrechte verletzen und das eigene Land ruinieren.

Bundeskanzlerin Angela Merkel prangerte die Missachtung der Menschenrechte in Zimbabwe an. In ihrer Einführung zum Thema Menschenrechte und gute Regierungsführung sagte sie, dass der Zustand von Zimbabwe dem Bild des neuen Afrika schadet. Aber als Beispiele für schlechte Regierungsführung und Missachtung von Menschenrechten muss man neben Zimbabwe auch Sudan, Weißrussland und Burma nennen.

Der britische Premierminister Gordon Brown hat an dem Treffen aus Protest gegen die Anwesenheit Mugabes nicht teilgenommen. In der Nähe des Konferenzzentrums standen sich etwa 500 Demonstranten für und gegen Mugabe gegenüber und wurden von einem großen Polizeiaufgebot voneinander ferngehalten.

Die EU und Afrika wollen im Bereich der Sicherheitspolitik, Handel, Energie, Klimawandel und Migration enger zusammenarbeiten. Ägyptens Präsident Husni Mubarak forderte vor allem zur Lösung der wirtschaftlichen Probleme des Kontinents auf. Er hofft, dass mit der neuen gemeinsamen Strategie neuer Schwung in die Zusammenarbeit zwischen Afrika und Europa kommt.

Freitag, 11. April 2008

Die Roboter sind schon da

Presseschau vom 5. Dezember 2007
Quelle: focusonline.de
Datum: 1 – 12 – 2007
Referent: Daniele Ardenghi

Die Robotik befasst sich mit der Steuerung und Entwicklung von Robotern und umfasst Teilgebiete der Informatik (insbesondere der Künstlichen Intelligenz), der Elektrotechnik und des Maschinenbaus. Ziel der Robotik ist es, durch Programmierung ein gesteuertes Zusammenarbeiten der Roboter-Elektronik und Roboter-Mechanik herzustellen.
In Frankfurt gibt es in Dezember eine groβe Austellung, die die Geschichte und die verschiedenen Aspekte der Robotik zeigt. „Diese Austellung ist sozusagen ein ,fürchtet euch nicht vor den Robotern’ – erklärt der Kurator Bodo Michael Baumunk – Seit ihrer Ankunft hat die Robotik gemischte Reaktionen bewirkt, einerseits Faszination und anderseits, leider, Angst“.
Man sagt, dass die Menschen sich davor fürchten, dass die Roboter die Macht über das Menschengeschlecht übernehmen könnten. Eine solche Phobie wird oft auch in Filmen gezeigt. Denken wir zum beispiel an „Metropolis“ von Fritz Lang. Viele Autoren haben sich mit dem Thema der Robotik befasst. Isaac Asimov hat drei beruhmte Robotergesetze geschrieben:
1) Ein Roboter darf kein menschliches Wesen verletzen oder durch Untätigkeit gestatten, dass einem menschlichen Wesen Schaden zugefügt wird.
2) Ein Roboter muss den ihm von einem Menschen gegebenen Befehlen gehorchen – es sei denn, ein solcher Befehl würde mit Regel eins kollidieren.
3) Ein Roboter muss seine Existenz beschützen, solange dieser Schutz nicht mit Regel eins oder zwei kollidiert.
Was die Faszinazion anbetrifft, sind die humanoiden Roboter die besten „Verführer“. Die Industrieroboter sind jeden Tag von gröβtem Nutzen in Betrieben und Industrien, aber sie sehen wie herzenlose und kalte Maschinen aus. Die humanoiden Roboter, die in der Austellung durch Videos und Modelle präsentiert werden, sehen genau wie Menschen aus. Sie rauchen, sprechen, spielen Fussball (es gibt spezifisce Robotermannschaften) und sie können sogar Musik spielen.

Milan gegen Arsenal: Kaká hat Angst

Quelle: http://www.bild.de/
Datum: 4. März 2008-03-05
Referent: Daniele Ardenghi

Während eines Spiels der Premiere League hat der Arsenal Spieler Eduardo ein schreckliches Foul erlitten. Der Knöchel des brasilianischen Arsenalstars ist jetzt total kaputt und das Ereignis hat eine Reihe von Protesten verursacht. Besonders die Stürmer haben Angst davor, während eines Dribblings oder einer besonders disorientierenden Finte, getreten zu werden. Kaka wird morgen (5. März) genau gegen Arsenal spielen und sagt, dass die Verteidiger der englischen Klubs viel zu ungestüm sind. Unverblümt: er hat Angst. Im englischen „Daily Mirror“ sagt er: „Es muss sich ändern, dass talentierte Spieler die ganze Zeit über getreten werden.“ Dann appelliert er flehend an die Schiedsrichter: Es liegt bei ihnen, die Spieler zu schützen. Die Sorge vor dem brutalen Foul hat Kaká voll gepackt. Kein Wunder: Gegen Arsenal steht Milan eine echte Schlacht bevor. Und, wie schon gesagt, englische Klubs sind berüchtigt für ihr körperbetontes Spiel. Unvergessen ist der Schädelbruch bei Chelseas Torhüter Petr Cech im Jahr 2006, der sich seitdem mit einem Rugbyhelm schützt. Nach der schlimmen Attacke mahnte Arsenal-Torwart Jens Lehmann (38). Er sah sich als „potenzielles Opfer“.
Kaká (22. April 1982 in Brasília, Brasilien; eigentlich Ricardo Izecson dos Santos Leite) ist ein brasilianischer Fußballspieler. Heutzutage spielt der offensive Mittelfeldspieler beim AC Milan in der italienischen Serie A. Sein erstes Ligaspiel beim AC Milan war am 1. September 2003 gegen Ancona Calcio. In seiner ersten Saison schoss er in 30 Spielen 10 Tore und gewann mit seinem Verein die italienische Serie A und den europäischen Supercup. In der Saison 2004/2005 hatte sich Kaká völlig ins Team integriert und übernahm hinter dem Stürmer Andrij Schevchenko eine wichtige Rolle. Neben dem 2. Platz in der Serie A und dem Sieg im europäischen Supercup wurde der AC Milan Zweiter der UEFA Champions League. Im Finale verloren sie, nach einer klaren 3:0 Führung, gegen den FC Liverpool im Elfmeterschießen mit 6:5 (3:3 n.V.). Im Jahr darauf verloren sie im Halbfinale gegen FC Barcelona. In der Saison 2006/07 gewann der AC Milan das Finale in Athen in einer Neuauflage des Endspiels von 2005 gegen den FC Liverpool mit 2:1 und auch Weltmeisterschaft für Klubs in Japan im Dezember 2007.

SCHMETTERLINGE IM BLUT

Presseschau vom 12. März 2008 – KULTUR
Quelle: Abendzeitung
Datum: 20. 02 2008
Referent: Elena Zacco

In dem Artikel geht es um die Ausstellung „True Romance“ der Villa Stuck, eine Kooperation mit den Kunsthallen zu Wien und Kiel. Die ganze Stadt München ist seit Wochen plakatiert. Ein literarischer Klassiker ist Ausgangspunkt für diese Bilder-Schau: Petrarcas Sonette an das Idealfräulein Laura werden zur Keimzelle aller Liebes-Kunst, von der Renaissance durch das 19., und das schwüle 20. Jahrhundert bis heute ins Zeitalter der Reproduzierbarkeit. Das Bildvokabular der Erotik hat sich über 2000 Jahre kaum verändert und das wird in der Ausstellung gezeigt. Unzählige Künstler geben der Liebe in der Sprache der Bilder Gestalt. Bestimmt vom Wandel der Zeiten und der ästhetischen Auffassungen, finden sich in den Exponaten veränderte und konstante Motive in der Liebedarstellung, die von den mythologischen Repräsentationen „himmlischer“ und „irdischer“ Liebe in der Renaissance bis zur heutigen Entleerung und Massenverbreitung der tradierten Liebecodes als Ware und neuen Formen des Liebespreises reichen. Die epochen-und genreübergreifende Ausstellung zeigt graphische Arbeiten, Gemälde und Skulpturen sowie Installationen, Fotografien und Videoarbeiten.

HINTERGRUND

Im Hintergrund der Ausstellung steht ein Skandal, der mit einem Bild vom berühmten Künstler Cranach zu tun hat. Die meisten deutschen Zeitungen haben darüber berichtet. Der Londoner Verkehrsbetrieb hat ein Plakat für die große Cranach-Ausstellung der Royal Academy verboten. Warum? Weil die Venus aus dem 16. Jahrhundert unverhüllt ist. Man hat Angst davor, dass so viel nackte Haut Reisende in der U-Bahn verstören könnte. Kritiker sind entgeistert, dass das alte Gemälde eines deutschen Meisters ein öffentliches Ärgernis darstellen kann. Auch in München wurde die Ausstellung „True Romance“ über Allegorien der Liebe von der Renaissance bis heute plakatiert. Die Münchener Verkehrsbetriebe können ihre Londoner Kollegen nicht verstehen. Und der Pressesprecher Volcker Nickel hat zur Cranach Venus eine klare Position: „Das konnte nur in England mit seiner prüden Victorianischen Tradition passieren“. Und die Münchener handeln jetzt nach dem Motto: „Nicht nackt genug für München“.

ALS KLIMT BEI VAN GOGH IN DIE LEHRE GING

Presseschau vom 12. Dezember 2007 - KULTUR
Quelle: Die Welt
Datum: 28. 11. 2007
Referent: Elena Zacco

Der Autor berichtet über die Wiener Ausstellung „Wien-Paris. Van Gogh, Cézanne und Österreichs Moderne 1880-1960“, die von der prägenden Kraft der französischen Schule erzählt. Im Jahr 1903 war in Wien die staatliche „Moderne Galerie“ eröffnet worden. Sie wurde den Künstlern des 19. Und 20. Jahrhunderts gewidmet. Jetzt hat Agnes Husslein-Arco, die neue Direktorin des Hauses Belvedere, das historische Gebäude wieder zur Gänze für Expositionszwecke erobert. Man wollte das Belvedere wie mit einem Paukenschlag in Wiens von harter Konkurrenz belebter Museumslandschaft positionieren. Es gelang vorzüglich: die Schau der Großausstellung zählt zum Besten, was man in den letzten Jahren in Wien sehen konnte. Paris zwischen 1880 und 1960 war die Weltmetropole der Kunst. Hier entstanden die neuen Tendenzen, hier war die Moderne, die Avantgarde zu Hause. Die Sammlung besteht aus 320 Werken, von denen 40 aus eigenen Beständen stammen: Diese Ausstellung gilt als erstaunlicher Vergleich zwischen den Werken von französischen Künstlern und jenen von österreichen Künstlern, die in Frankreich lebten. Der direkte Vergleich mit Werken von Courbert, Manet, Daubigny und Boudin beweist z. B. nicht nur einen erheblichen Einfluss, sondern auch die eigenständige hohe Qualität einer ganzen Wiener Künstlergeneration. Die moderne Kunst, heißt es im ausgezeichneten Katalog, „ist ein System kommunizierender Gefäße, in dem sich Gleichartiges sofort miteinander verbindet und verbreitet“. Oder wie Hermann Bahr in der sezessionistischen Zeitschrift „Ver Sacrum“ geschrieben hatte: „Die ausländische Kunst soll uns anregen, uns auf uns selbst zu besinnen“.

Richters Gesamtwerk in Baden-Baden

Presseschau vom 13. Februar 2008
Quelle: http://www.focus.de/
Datum: 13. Januar 2008
Referent: Sara Salvetti

Mit mehr als 60 Werken von Gerhard Richter, einem der bedeutendsten Künstlern unserer Zeit, will das Museum Frieder Burda in Baden-Baden Kunstfreunde in die Kurstadt ziehen. Vom 19. Januar bis 27. April 2008 sind nämlich die Bilder Richters aus den Jahren 1963 bis 2007 und aus mehreren privaten Sammlungen zu sehen. Außerdem wird Richter selbst für die Ausstellung Werke aus seinem persönlichen Besitz zur Verfügung stellen. In der Tat hat er selbst übernommen, die Baden-Badener Schau im Museum Frieder Burda zu kuratieren, um seine Bilder in einen spannungsvollen Dialog mit der Museumsarchitektur von Richard Meier zu bringen.
Gemeinsam mit Sigmar Polke und Georg Baselitz gehört der 75-jährige Richter zur „Dreifaltigkeit“ der deutschen Gegenwartskunst. Er ist auch im Ausland sehr berühmt. Zum Beispiel hat die britische Tageszeitung „Guardian“ ihn als „den Picasso des 21. Jahrhunderts“ bezeichnet. Vor kurzem erzielte sein Gemälde „Abstraktes Bild“ mit rund vier Millionen Euro den höchsten Preis, der je für Richter auf einer Auktion gezahlt worden ist. Schließlich sorgte auch das jüngste größere Werk des gebürtigen Dresdners für Schlagzeilen: Aus rund 11 500 Glas-Quadraten in 80 verschiedenen Farbtönen schuf er ein 100 Quadratmeter großes Fenster für das südliche Querhaus des Kölner Domes.

Kommentar

Über die Ausstellung des Gesamtwerks von Gerhard Richter berichten mehrere deutschsprachige Zeitungen.
Die Zeit zitiert die Worte vom Künstler, der einmal sagte: „Ich mag alles, was keinen Stil hat: Wörterbücher, Fotos, die Natur, mich und meine Bilder. Denn Stil ist Gewalttat, und ich bin nicht gewalttätig“. Den Stil in Baden-Baden bestimmt allein er: Richter hat nämlich seine Bilder selbst aufgehängt.
Die Bemerkungen zum Stil sind auch ein wichtiger Aspekt des Artikels, den Die Welt der Ausstellung widmet. Auch diese Zeitung unterstreicht, dass Richter im Burda-Museum verschiedenartige Bilder nebeneinander hängen lässt, um zu zeigen, dass in seinem umfassenden Werk kein Stil einem anderen vorausgeht oder folgt. Die nicht chronologische Zusammenstellung des facettenreichen Werks Richters macht vor allem deutlich, dass sich die künstlerische Entwicklung des Malers jeglicher Kategorisierung entzieht. Es gibt nämlich Bilder unterschiedlicher Art: Städtebilder aus der Vogelperspektive, Landschaftspanoramen, eine Serie grauer Monochromien, ein bisschen Pop-Art aus dem Frühwerk Richters wie „Neuschwanstein“ (1963) oder „Motorboot“, u.s.w.
Der Tagesspiegel vermittelt dagegen wertvolle Informationen zum Fenster des Kölner Domes, das Richter entworfen hat. Hier leuchten 11250 gläserne Quadratfelder von 9,7 mal 9,7 Zentimetern Größe, die nach dem Computerwürfelprinzip entstanden. Richters rein abstrakte Gestaltung nach dem Zufallsprinzip stieß unter Klerikern auf Kritik. Gewünscht war die Darstellung von Märtyrern des 20. Jahrhunderts, darunter Edith Stein, Maximilian Kolbe, Karl Leisner. Richter nach verbindet
sich die Darstellung von Märtyrern aus dem Dritten Reich zu stark mit konkreten historischen Bildern. Deshalb funktioniert eine Erhebung in den Kanon der Heiligen zumindest auf Kirchenfenstern nicht.

Hintergrundsinformationen

Gerhard Richter (* 9. Februar 1932 in Dresden) ist einer der bedeutendsten Maler der Gegenwart.
Er wuchs in Reichenau (heute Bogatynia) und Waltersdorf in der Oberlausitz auf. 1948 beendete er die höhere Handelsschule in Zittau mit der Mittleren Reife und wurde dort von 1949 bis 1951 zum Schriften- sowie Bühnen- und Werbemaler ausgebildet. 1951 tritt er sein Studium an der Kunstakademie in Dresden an. Von 1957 bis 1961 arbeitete Richter als Meisterschüler an der Akademie und übernahm Staatsaufträge der DDR. In dieser Zeit entstand ein umfangreiches Werk an Wandbildern (z. B.„Arbeiterkampf“), Ölgemälden (Portraits von Angelica Domröse, Richters erster Ehefrau Ema sowie das „Stadtbild“ von Dresden) und Zeichnungen (z. B. Selbstportraits). Ende Februar 1961 floh Gerhard Richter über West-Berlin nach Westdeutschland. 1964 erhielt Richter die Gelegenheit zur ersten Einzelausstellung und wurde bald in vielen in- und ausländischen Galerien sowie Museen präsentiert. Gerhard Richters internationale künstlerische Anerkennung stieg in den folgenden Jahren. so dass ihm in den Jahren 1993/1994 eine umfassende Retrospektive mit Stationen in Paris, Bonn, Stockholm und Madrid gewidmet wurde. 2002 feierte ihn das Museum of Modern Art, New York, anlässlich seines 70. Geburtstags mit einer umfassenden Retrospektive.
Gerhard Richter begann seine malerische Praxis im Westen mit einer kurzen Phase, in der er praktisch alle aktuellen Ausdrucksformen und Stile der modernen Malerei erprobte. Einflüsse bezog er auch aus der Pop Art, aus dem Abstrakten Expressionismus, aus Neo-Dada und Fluxus. Die enge Zusammenarbeit mit anderen Künstlern hat Einfluss auf seine künstlerischen Positionen gehabt. So kooperierte Richter während der ersten Hälfte der 1960er Jahre mit Sigmar Polke, Konrad Lueg und Manfred Kuttner. Mit ihnen kreierte er den „Kapitalistischen Realismus“, der den
Sozialistischen Realismus, die offizielle Kunstdoktrin der damaligen sozialistischen Länder, ironisierte und die westliche Konsumgesellschaft kritisch reflektierte.
Für die Südquerhausfassade des Kölner Doms entwarf er ein 113 m² großes Fenster aus 11.500 Quadraten aus mundgeblasenem Echt-Antik-Glas in 80 unterschiedlichen Farben. Die Anordnung
der einzelnen Farbflächen wird mittels eines Zufallsgenerators elektronisch generiert.

Alle Scheinwerfer auf die Güte

Presseschau vom 9. Januar 2008
Quelle: http://www.zeit.de/
Datum: 6. Dezember 2007
Referent: Sara Salvetti

Die Neuaufnahmen des Oratoriums „Salomon“ von Händel in den deutschen Theatern zeigen, wie viel Ironie sich in diesem Werk verbirgt. In seinem Oratorium vom Jahr 1749 bezieht sich Händel auf den frisch gekrönten Georg II. Die Hauptfigur von Salomon geht aber auf die Bibel zurück. Im Alten Testament wird nämlich von zwei Frauen erzählt, die an den Armen eines Kindes zerren, das beide als das eigene ausgeben. Salomon kündigt an, das Kind mit einem Schwert gerecht zu halbieren. Unter Tränen trennt sich die echte Mutter von ihrem Kind, da ihm kein Leid widerfahren soll. Auf diese Weise wird sie als Mutter anerkannt.
Georg Friedrich Händel machte die weibliche Figur der echten Mutter zum dramatischen Zentrum in seinem Oratorium Solomon und ringsum gruppierte er Szenen des Staunens und der Verehrung für Salomon, die Lichtgestalt. Es gab Anspielungen auf den neuen König Georg II, da Händel den Briten nach kriegerischen Jahren einen goldenen Horizont malen wollte. Trotzdem erweist Händel sich vor allem als seelenkundig und als subtiler Ironiker. Er lässt Salomon als einen Machtmenschen erscheinen, der gleichsam die Scheinwerfer auf seine Güte lenkt, im Priester Zadok einen Liebediener installiert und seine Israeliten zum Huldigungsvolk erzogen hat. Jubel, wohin man hört: auf Gott Jehova, auf die Ehe Salomons mit seiner neuen Gemahlin, der Tochter des Pharaos; auf die Gerechtigkeit im Mutterstreit; schließlich auf die Blendung der Königin von Saba. Die Vermutung, Händel habe in diesem Kabinettstückchen die Extravaganz des untergegangenen Hauses Stuart spiegeln wollen, ist nicht von der Hand zu weisen. Solomon ist eine von Händels besten Partituren. Bemerkenswert ist das Duett, das Salomo mit einer fremden Monarchin singt, dessen amouröse Terzen einen ebenso hohen Flirtfaktor besitzen wie der
Zwiegesang zwischen Herrn und Frau Salomo im ersten Akt. Grandios gelingt auch die murmelnde Süße des Nachtigallen-Chores am Ende des ersten Aktes.

Hintergrundsinformationen

Solomon ist ein Oratorium in drei Teilen von Georg Friedrich Händel. Die Uraufführung fand am 17. März 1749 im Theatre Royal in Covent Garden, London statt. Der Librettist ist unbekannt. Man vermutet aber, dass Thomas Morell den Text geliefert haben könnte. Das Libretto basiert im wesentlichen auf den Büchern der Könige (1 Kön 1-11) und der Chronik (2 Chr 1-9). Für den Besuch der Königin von Saba fanden die Antiquitates Judaicae des jüdischen Geschichtsschreibers Flavius Josephus Verwendung.
Georg Friedrich Händel. (* 23. Februar 1685 in Halle (Saale); † 14. April 1759 in London) war ein Komponist im Zeitalter der Aufklärung, der vor allem durch seine zahlreichen Opern und Oratorien zu großer Berühmtheit gelangte. Zu seinem Hauptwerk zählen rund 40 Opern und 25 Oratorien, darunter auch das Oratorium The Messiah (Der Messias).
Die einzige Quelle über Händels Jugend ist die von dem Theologen John Mainwaring (1735-1807) 1760 in London veröffentlichte Biographie Memoirs of the life of the Late George Frederic Handel. Sein Vater war Barbier und Wundarzt, sowie Hofchirurg des Herzogs Johann Adolf I. von Sachsen-Weißenfels und er nahm den Sohn mit nach Weißenfels, als der noch keine acht Jahre alt war. Dann wurde Händel 1697 an den preußischen Hof in Berlin geschickt. Der brandenburgische Kurfürst Friedrich III. war vom Können des Zwölfjährigen so beeindruckt, dass er Händels Vater anbot, dem Sohn eine Musikausbildung in Italien zu finanzieren. Händels Vater nahm jedoch das Angebot nicht an. Sehr wichtig für Händel und seine Kunst sind auch seine Aufenthalte in Hamburg, Italien und London gewesen.
Händels 46 Opern folgen dem Typus des Dramma per musica, der aus einer Folge von Secco-Rezitativen und Da-capo-Arien besteht. Im Laufe der Zeit entwickelte er die Oper weiter, ohne jedoch mit der etablierten Form zu brechen. Neben Arien gibt es Duette, seltener Terzette oder Quartette.
Händels Opern-Ouvertüren folgen dem von Lully geprägten französischen Typus. Die Libretti sind oftmals aus venezianischen Vorlagen abgeleitet, entgegen der allgemeinen Popularität der Metastasio-Texte benutzte Händel nur dreimal Libretti dieses Dichters. Schon während seiner Zeit als Komponist italienischer Opern entwickelt Händel eine neue Kunstform: Das englische Oratorium. Händel widmet sich auch der Kirchenmusik, der Orchestermusik und den Orgelkonzerten. Dank seiner vielfältigen Tätigkeit genoss er schon zu Lebzeiten den Rang eines Klassikers.

Ausstellung zum 60. Todesjahr von Karl Valentin in Berlin

Presseschau vom 6. Februar 2008
Quelle: Freie Presse
Datum: 24. Januar 2008
Referent: Sara Salvetti

Zum 60. Todesjahr des bayerischen Komikers Karl Valentin (1882-1948) widmet der Martin-Gropius-Bau dem Künstler eine Ausstellung. Das Werk des Kabarettisten, Autors und Filmproduzenten wird mit über 300 Ausstellungsstücken illustriert. Sehr interessant ist, dass der komplexe Medienbezug seines Werks im Zentrum steht. Zu sehen sind unter anderem Fotos, Original-Handschriften, Briefe, Zeichnungen, Plakate, Schallplatten und Filme. Die Ausstellung trägt den Titel „Karl Valentin. Filmpionier und Medienhandwerker“ und sie ist bis zum 21. April zu besichtigen.
Valentin wurde 1882 als Valentin Ludwig Fey in München geboren. Der Durchbruch gelang ihm 1911 durch Sketche mit seiner Bühnen-Partnerin Liesl Karlstadt. Valentin ist auch sehr wichtig gewesen, weil er mit seinem Humor zahlreiche nachfolgende Künstler beeinflusst hat, darunter Bertolt Brecht und Loriot. Sein Sprachwitz gilt noch heute als legendär.

Kommentar

In der deutschsprachigen Presse hat die Nachricht der Ausstellung zum 60. Todesjahr von Karl Valentin keinen großen Anklang gefunden. Nur die Zeitung Die Welt widmet ihr einen Artikel.
Die Welt zitiert die Worte des bayerischen Schriftstellers Oskar Maria Graf (1894-1967), die auch in der Ausstellung zu lesen sind: „Ich behaupte, dass dieser ganz große, durchaus einmalige Komödiant, wäre er als junger Mensch nach Hollywood gekommen, Chaplins Ruhm erreicht hätte, und dies mit vollem Recht“.
Außerdem hebt diese Zeitung hervor, dass eine Ausstellung über Karl Valentin in seiner Heimatstadt München noch nicht stattgefunden hat. In Bayern hat man noch immer nicht begriffen, welchen Stellenwert Valentin in der Kunstgeschichte hat. Auch die Ausstellungen zum 125. Geburtstag wurden nur in Düsseldorf und Frankfurt am Main organisiert.
Schließlich unterstreicht die Welt, dass Karl Valentin am 9. Februar 1948 in seinem Haus in Planegg bei München verarmt, halbverhungert und von vielen seiner Zeitgenossen damals so gut wie vergessen starb.

Hintergrundsinformationen

Karl Valentin (* 4. Juni 1882 in München; † 9. Februar 1948 in Planegg bei München; eigentlich Valentin Ludwig Fey) war ein bayerischer Komiker, Kabarettist, Autor und Filmproduzent. Er stand dem Dadaismus, aber auch dem Expressionismus nahe. Der Humor seiner Sketche und Stücke beruhte insbesondere auf seiner Sprachkunst bzw. seinem „Sprach-Anarchismus“. Sein Humor wurde durch seine lange, hagere Gestalt unterstützt. Der Pessimismus und die Tragik seiner Komik wurden durch den ständigen Kampf mit alltäglichen Dingen wie der Auseinandersetzung mit Behörden und Mitmenschen genährt, die er auch selbst erlebte.
Valentins wichtigste Partnerin auf der Bühne war Liesl Karlstadt. Mit ihr gelang ihm 1911 der Durchbruch in München. Fortan trat er mit ihr in zahlreichen Sketchen auf. Nach einer erfolglosen Tournee durch verschiedene Städte kehrte Valentin 1908 nach München zurück, wo er den Monolog Das Aquarium schrieb. Ab 1912 war Valentin, der sich in München ein eigenes Filmstudio eingerichtet hatte, Darsteller in etwa 40 Kurzfilmen. 1929 drehte Valentin seinen letzten Stummfilm Der Sonderling. Mit Bertolt Brecht parodierte er 1922 die Trommeln in der Nacht. Die gemeinsame Arbeit der Künstler Valentin und Brecht hat das spätere Schaffen Brechts deutlich beeinflusst. Valentin übernahm in dem surrealistischen Film Mysterien eines Frisiersalons von Brecht und Erich Engel eine Hauptrolle. 1931 eröffnete Karl Valentin ein eigenes Theater (Goethe-Saal) in der Münchner Leopoldstraße, das er allerdings schon nach acht Wochen wieder schließen musste: Valentin beharrte gegenüber der Feuerpolizei auf einem brennendem Zigarettenstummel in einem Sketch. Sein 1934 eröffnetes Panoptikum für Nonsens musste er nach zwei Monaten wieder schließen. Valentin verlor dadurch seine und Karlstadts Ersparnisse; sie erlitt einen Nervenzusammenbruch. Von 1939 an hatte Valentin eine neue Bühnenpartnerin und Geliebte: die 35 Jahre jüngere Annemarie Fischer Seinen letzten größeren Auftritt hatte Valentin 1940 im Deutschen Theater.

Ministerrücktritt in Italien

Presseschau vom 30. Januar 2008
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/
Datum: 17. Januar 2008
Referent: Sara Salvetti

Die Regierung des italienischen Ministerpräsidenten Romano Prodi hat einen herben Rückschlag hinnehmen müssen. Justizminister Clemente Mastella bestätigte in Rom seinen Amtsverzicht und erklärte zugleich den Rückzug seiner Partei UDEUR aus der Regierung. Die katholische Partei UDEUR gehört landesweit zu den Kleinstparteien (nur in der süditalienischen Region Kampanien verfügt sie über einen guten Rückhalt). Trotzdem ist ihre Unterstützung für Prodi unentbehrlich, da seine Mitte-links-Regierung nur über eine knappe Parlamentsmehrheit verfügt. Deshalb hat der Regierungschef vergebens versucht, das Rücktrittsgesuch des wegen Korruptionsvorwürfen unter Druck stehende Ministers abzulehnen.
Mastella wird vorgeworfen, einen Angehörigen in einen einflussreichen Posten manövriert zu haben. Es ist auch anzumerken, dass die Justiz der süditalienischen Region Kampanien nicht nur gegen Mastella sondern auch gegen seine Frau ermittelt, die zu einer Gruppe von 20 Verdächtigen wegen Korruption und Unterschlagung gehört.
Nach Informationen der Zeitung Corriere della Sera wird Prodi selbst das Justizministerium übergangsweise leiten. Wahrscheinlicher scheint aber das Ende der Regierung des Premiers Prodi.

Kommentar

Nicht nur die deutschen Zeitungen, sondern auch die Zeitungen Österreichs und der Schweiz haben sich mit dem Rücktritt Mastellas auseinandergesetzt.
Die Wiener Zeitung setzt den Akzent auf die Gründe, die Mastella veranlassten, von der Regierung zurückzutreten und auf die möglichen Folgen für das italienische Wahlgesetz.
Mastella solidarisiert sich mit seiner Frau, die Opfer einer Verschwörung von Richtern geworden sei, die ihm schaden wollen. Gegen Sandra Lonardo Mastella war zuvor in einem Korruptionsverfahren Hausarrest verhängt worden. Die Präsidentin des Regionalrats von Kampanien ist eine Schmiergeld-Affäre verwickelt. „Vor die Wahl gestellt zwischen der Macht und der Familie“ entschied er sich für die Familie.
Mastella ist Vorsitzender der katholischen Udeur-Partei, die bei der Parlamentswahl 2006 auf 1,4 Prozent der Stimmen kam. Die Partei stellt drei Senatoren und trägt damit zu der knappen Mehrheit der Koalition von Ministerpräsident Prodi in der zweiten Kammer des Parlaments bei. Das Verfassungsgericht hat einen Referendumsantrag genehmigt und Grünes Licht für eine Volksabstimmung zur Wahlrechtsreform gegeben. Bei der Abstimmung können die Bürger bestimmen, ob die Regierung auch künftig aus zahlreichen Splitterparteien bestehen darf.
Die Presse unterstreicht dagegen, dass Mastella seine Demission aus Protest gegen den Haftbefehl gegen seine Frau Sandra Lonardo Mastella einreichte. Der Ratspräsidentin der süditalienischen Region Kampanien wird aktive Korruption vorgeworfen. Sie soll Schmiergelder von dem Generaldirektor des Krankenhauses der süditalienischen Stadt Caserta gefordert haben. Die Auswirkungen des Rücktritts Mastellas auf die Regierung werden nicht berücksichtigt.
Die NZZ hebt vor allem hervor, dass der Minister selbst im Zentrum der Untersuchung steht und dass er keine echten Grund hat, aus der Regierung zurückzutreten.

Hintergrundsinformationen

Prodi Romano (* 9. August 1939 in Scandiano, RE) ist ein italienischer Wirtschaftswissenschaftler und Politiker. Er ist seit dem 17. Mai 2006 italienischer Ministerpräsident, ein Amt, das er bereits von 1996 bis 1998 bekleidete. Von September 1999 bis November 2004 war er Präsident der Europäischen Kommission. Prodi studierte nach dem Abitur in Mailand Rechtswissenschaften und schloss 1961 mit Auszeichnung ab. Anschließend ging er Aufbaustudiengängen in Mailand, Bologna und London nach. Ab 1963 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter, ab 1966 Lehrbeauftragter und von 1971 bis 1999 Professor für Volkswirtschaft und Industriepolitik an der Universität Bologna. 1978 berief Giulio Andreotti Prodi als Industrieminister in sein Kabinett. 1979, nach dessen Abtritt, widmete Prodi sich zunächst wieder seiner Lehrtätigkeit. 1995 war er Ministerpräsidenten-Kandidat des Wahlbündnisses Ulivo, welches sich über linksextremistische bis konservative Parteien erstreckt. Prodis Antritt als Ministerpräsident erfolgte 1996. Sein rigoroser Sparkurs ermöglichte den Beitritt Italiens zur Währungsunion. Als Ministerpräsident trat Prodi im Oktober 1998 nach verlorener Abstimmung zur Vertrauensfrage zurück. Er gründete seine eigene Partei „Unione Democratici per l’Europa“, die bei der Europawahl den Einzug schaffte. 2005 wurde Romano Prodi bei einer landesweiten allgemeinen Vorwahl mit über 70 % zum Spitzenkandidaten des Mitte-Links-Bündnisses Unione für die Parlamentswahlen 2006 bestimmt. Bei den Parlamentswahlen am 9. und 10. April 2006 erhielt Prodis Mitte-Links-Bündnis L'Unione im Parlament eine große und im Senat eine sehr knappe Mehrheit.

Die Unione Democratici per l’Europa (Union Demokraten für Europa) ist eine christdemokratische italienische Partei der Mitte. Sie hat mehrfach ihren Namen leicht verändert, so hieß sie zeitweise Alleanza Popolare - Unione Democratici per l’Europa und derzeit Popolari - Unione Democratici per l’Europa. Die UDEUR wurde 1999 von ehemaligen Christdemokraten um Clemente Mastella gegründet, die die Silvio Berlusconi unterstützenden DC-Nachfolgeparteien verliessen. Selbstverständlich ist Mastella seitdem Vorsitzender der Partei. Zunächst hatten die Popolari das Ziel, eine Alternative zu den beiden großen Blöcken darzustellen. Ab 2000 unterstützten sie jedoch die Mitte-Links-Koalition von Massimo D'Alema. Nach dem Wahlsieg von der Koalition von Prodi wurde Clemente Mastella Justizminister. Auf Europäischer Ebene tritt die UDEUR für ein föderalistisches System ein, ihr Name unterstreicht die europafreundliche Haltung. Ihre Tageszeitung ist Il Campanile, der Glockenturm ist auch das Parteisymbol.

Italien: Ein seltsamer "Sieg" der Wissenschaft

Presseschau vom 16. Januar 2008
Quelle: http://www.diepresse.com/
Datum: 16. Januar 2008
Referent: Sara Salvetti

Nach Protesten von Professoren und Studenten verzichtet Benedikt XVI. auf einen Besuch in der Universität La Sapienza in Rom. Nach anhaltenden Störmanövern hat Papst Benedikt XVI. seinen geplanten Besuch an der römischen Universität „La Sapienza“ abgesagt.
Renato Guarini, Rektor der mit 135.000 Studenten und 4500 Professoren größten Uni Europas, hatte den Papst dazu eingeladen, beim Festakt zur Eröffnung des Akademischen Jahres zum Thema „Todesstrafe“ zu sprechen. Doch 67 emeritierte Physik-Professoren protestierten. Sie finden „Papa Ratzinger“ untragbar, weil er vor 17 Jahren den Inquisitionsprozess gegen Galileo Galilei „vernünftig und gerecht“ nannte. Die Studenten formten den Protest zum Volksfest um. Sie riefen eine „antiklerikale Woche“ aus. Die Wahlsprüche waren „Befreit die Sapienza aus der Geiselhaft des Papstes!“ und „Die Wissenschaft braucht weder Väter noch Priester!“. Dem Studentenführer Francesco Raparell nach ist Bekedikt intolerant, da er keine Meinungen äußert, sondern Anweisungen gibt.
Auch in diesem Fall haben aber die Professoren falsch zitiert: Ratzingers halber Satz zu Galilei war nicht seine Meinung, sondern ein Zitat des österreichischen Wissenschaftstheoretikers Paul Feyerabend. Auch hat die Kirche unter Ratzingers Federführung den vor 375 Jahren verurteilten Galilei längst rehabilitiert. Wesen der Unis sollte der freie Gedankenaustausch sein. Das gilt aber für den Papst nicht. Auf diese Weise geht Italiens Tradition der Toleranz nieder.

Kommentar

Der Verzicht vom Papst Benedikt XVI. auf seinen geplanten Besuch in der römischen Universität „La Sapienza“, hat zu großem Echo bei vielen Medien Deutschlands geführt. Auch Die Welt und Das Tageblatt haben diesem Thema große Aufmerksamkeit gewidmet.
Die Welt unterstreicht, dass die künstlichen Spannungen militanter Demonstranten gegen den Papst der traditionellen Offenheit und Toleranz des Landes völlig entgegenstehen. Außerdem ist es erstmals dem Bischof von Rom nicht mehr möglich gewesen, was bislang allen römischen Päpsten möglich war: sich ohne Probleme in seiner Diözese auf dem italienischen Staatsgebiet zu bewegen und überall empfangen zu werden.
Das Tageblatt hat die Meinungen der italienischen Politiker zitiert. Präsident Napolitano drückte seine „Verbitterung“ über die „Demonstrationen der Intoleranz“ aus. Premier Prodi, der dem vatikanischen Staatssekretär Bertone noch Sicherheitsgarantien gegeben hatte, verurteilte das „inakzeptable Klima, das der traditionellen Toleranz Italiens nicht zur Ehre gereicht“. Für Oppositionsführer Berlusconi ist die Absage eine “Affäre, welche die italienische Universität und den italienischen Staat verletzt und demütigt“.

Hintergrundsinformationen

Galileo Galilei stand 1632/33 in Rom wegen seiner Lehre, die Erde sei nicht Zentrum des Alls, vor der Inquisition. Er widerrief und lebte bis zu seinem Tod in Hausarrest. 1990 zitierte Benedikt XVI. Paul Feyerabend: „Die Kirche hielt sich viel enger an die Vernunft als Galilei. Ihr Urteil war rational und gerecht“.
Papst Benedikt XVI. Geboren am Karsamstag, dem 16. April 1927, in Marktl am Inn und am selben Tag noch mit dem neu geweihten Osterwasser getauft, zog Joseph Ratzinger mit seiner Familie 1929 nach Tittmoning. Auch die weiteren Stationen der Familie lagen im Erzbistum München und Freising. Das humanistische Gymnasium in Traunstein besuchte Joseph Ratzinger bis er zu Ostern 1939 in das Erzbischöfliche Studienseminar in Traunstein eintrat. Zu Weihnachten 1945 trat er in das Priesterseminar der Erzdiözese auf dem Freisinger Domberg ein und begann das Studium an der dortigen Philosophisch-Theologischen Hochschule. Ab dem Wintersemester 1974/48 setze er seine Studien an der Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München fort. 1951 empfing er zusammen mit seinem Bruder Georg im Freisinger Dom die Priesterweihe durch Erzbischof Michael Kardinal von Faulhaber. Während seiner theologischen Promotion war Joseph Ratzinger 1952-54 bereits Dozent im Erzbischöflichen Klerikalseminar in Freising. Danach vertrat er 1954-57 dort den Lehrstuhl für Dogmatik und Fundamentaltheologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule. Nach Abschluss der Habilitation an der Universität München lehrte Joseph Ratzinger als außerordentlicher Professor weiter in Freising, bis er zum Sommersemester 1959 als Ordinarius für Fundamentaltheologie an die Universität Bonn wechselte. Der Kölner Erzbischof Kardinal Frings nahm den jungen Professor als seinen theologischen Berater mit zum Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965). 1969 wechselte Ratzinger an die neu gegründete Universität Regensburg. Am 25. März 1977 ernannte Papst Paul VI. Ratzinger zum Erzbischof seines Heimatbistums. Der Wahlspruch des Papstes („Cooperatores Veritas“) ist dem 3. Johannesbrief entnommen. Für das bischöfliche Wappen wählte er drei Motive: die Muschel (Zeichen unserer Pilgerschaft); den gekrönte Mohr (Ausdruck de Universalität der Kirche) und den bepackten Bär (Symbol des hl. Korbinian).

Italien droht Strafe wegen Müllchaos

Presseschau vom 23. Januar 2008
Quelle: http://www.ftd.de/
Datum: 17. Januar 2008
Referent: Sara Salvetti

Schon seit Ende Dezember wird in Neapel kein Müll mehr weggeräumt und zwar wird der Müll der Zwei-Millionen-Stadt Neapel seit dem 21. Dezember nicht abtransportiert, weil die Deponien voll sind. Eine Lösung ist dringend notwendig, aber die italienischen Politiker scheinen nicht in der Lage zu sein, diese schwierige Situation zu verbessern: Seit 14 Jahren beschäftigen sie sich mit dem Problem fehlender Deponien und Verbrennungsanlagen aber leider haben sie noch keinen Plan zum Müllmanagement in die Tat umgesetzt. Als Folge wird ein Viertel des italienischen Mülls von rund 23 Millionen Tonnen illegal entsorgt. Das bringt nicht nur die Bewohner sondern auch die Europäische Union in Rage.
Der Umweltkommissar Stavros Dimas sagte nämlich vor dem EU-Parlament in Straßburg, dass seine Behörde das im Juni eingeleitete Vertragsverletzungsverfahren weiterverfolgen werde, sollte Rom die Müllentsorgung nicht in den Griff bekommen. Außerdem sollten die Spekulationen über die Rolle der organisierten Kriminalität nicht genutzt werden, um zu verstecken, dass der wirkliche Grund für die Müllkrise der fehlende politische Wille ist, die nötigen Schritte zur Lösung zu ergreifen. Dort könnte die EU Italien eine Frist setzen. Reagiert Rom nicht, befasst sich der Europäische Gerichtshof mit dem Fall. Erfüllt Italien das Urteil nicht rechtzeitig, so droht eine Geldstrafe. In der Zwischenzeit arbeitet die italienische Regierung weiter am Anfang des Monats vorgestellten Aktionsplan.
Kommentar
Das Thema des „Müllnotstandes” hat die Aufmerksamkeit der deutschen Presse erweckt. In der Tat haben sich wichtige Zeitungen wie Die Zeit und die Frankfurter Allgemeine Zeitung damit beschäftigt.
Um die Tragweite des Problems deutlich zu machen, listet Die Zeit die bekannten Sehenswürdigkeiten der Stadt Neapel auf, die vom Müll bedeckt sind. Der Müll befindet sich nämlich unter dem Archäologischen Museum von Neapel, auf den Hängen des Vesuv, im Hafen von Pozzuoli, wo die Fähren nach Ischia und Procida auslaufen und auf der monumentalen Piazza di Plebiscito. Der Zeitung nach sind diese Bilder Bilder wie aus dem Inferno.
Die Zeitschrift unterstreicht auch, dass eine Großstadt, die an ihrem eigenen Müll erstickt, emblematisch für ein vollkommen erstarrtes Land ist. Verantwortlich für den Niedergang Italiens ist eine schwache und entscheidungsunfähige Politik, die die Vorherrschaft der Camorra nicht bekämpfen kann, die seit vielen Jahren mit Müll handelt.
Schließlich werden zwei weitere Aspekte hervorgehoben: die Gesundheitsfolgen des Müllnotstandes (d.h. eine höhere Anzahl an Krebsfällen und kranken Säuglingen) und die Tatsache, dass der Müll auf den Zug gepackt und für teures Steuerzahlergeld nach Nordrhein-Westfalen geschickt wird. Der Müll ist ein Geschäft, an dem man verdienen kann. Deshalb klagen die Italiener, dass die Deutschen aus ihrem Müll sogar Strom gewinnen, während sie dafür noch zahlen.
Auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung glaubt, dass die Abfallberge von Neapel zum Symbol für den drohenden Niedergang Italiens werden. Dass nach so langer Zeit und mittlerweile dem neunten Notstandskommissar noch immer nichts Entscheidendes bewegt wurde, ist auf eine typisch neapolitanische Eigenheit zurückzuführen: Die Gewöhnung an chaotische Zustände stärkt seit Generationen den Glauben, dass man sich mit Schlauheit irgendwie durchwursteln kann.
Schließlich wendet sich die Zeitung an die italienischen Medien, in denen die Mülltransporte nach Deutschland mit Seitenhieben auf die Geschäftemacherei der Deutschen versehen werden. In den
Hauptnachrichten des Staatssenders Rai wurde Deutschland als ein Land beschrieben, das sich freiwillig zur Müllkippe Europas gemacht hat. Deshalb unterstreicht die FAZ, dass die Deutschen gut daran verdienen und dass sie fähig sind, den nicht nach Wertstoffen getrennten Müll aus Neapel maschinell zu sortieren und zu verwerten.

FTI: Neuer Rekordumsatz im vergangenen Geschäftsjahr

Quelle: www.pressetext.de
Datum: 6. November 2007
Referent: Anita B.

Der wichtige Münchner Reiseveranstalter FTI hat 2008 sein 25-jähriges Bestehen gefeiert, wobei er die Topziele seines Programms 2008 gezeigt hat: Türkei, Ägyten, Spanien und die USA. Was Spanien betrifft, bietet das Land als „Preisvorteil“ billige Flüge. Das ist der wichtigste Grund seines touristischen Erfolgs. Mit einem Unsatzrekord geht FTI in das neue touristische Geschäftsjahr und richtet das Hauptinteresse insbesondere auf die Trendziele: Türkei, Ägyten, Spanien und die USA. Aber FTI will auch ein sehr vielfältiges Angebot darstellen und andere Urlaubsziele entwickeln wie z.B. Italien, Kroatien, Slowenien…

Das Fernweh treibt die Deutschen ins Ausland

Quelle: http://www.welt.de/
Datum: 6. September 2007
Referent: Anita Bellini

In diesem Artikel wird auch die zunehmende Wichtigkeit Spaniens als beliebtes Urlaubsziel der Deutschen bestätigt. Insbesondere wird Spanien als beliebtestes Flugziel dank seiner billigen Flüge genannt. Die Formel „Sol y playa“ entfaltet in Spanien noch immer ihre volle Wirkung nach der Auffassung der Welttourismusorganisation in Madrid. In der Tat ist die iberische Halbinsel das zweite Reiseland der Welt hinter Frankreich und vor den Vereinigten Staaten. Die Steigerung der Zahl der Besucher ist auch mit dem starken Euro zu verbinden. Wer trotzdem nach Spanien kommt, gibt in der Regel weniger aus, klagen Hoteliers und Gastwirte. Einer der Gründe für die kürzere Verweildauer ist sicherlich das gestiegene Preisniveau, das den Spaziergang auβerhalb der Hotelanlagen zu einem teuren Vergnügen macht. Die meisten Gäste optieren daher noch immer für den guten, alten Pauschalurlaub.

Italien – Erkaltete Liebe

Presseschau vom 28/11/07
Quelle: http://www.welt.de/
Datum: 6. September 2007
Referent: Anita Bellini

Italien ist nicht mehr das lange liebste Urlaubsland der Deutschen und hat allgemein auf dem Weltmarkt der Reise an Boden verloren. Nach dem Vize-Premier und Tourismusminister Francesco Rutelli steckt die Tourismus-Industrie in der Krise. “Wir dachten zu lange, die Schönheiten Italiens reichten, um Besucher anzuziehen”, behauptet er. Aber die Mittelmeerkonkurrenz Spanien hat Italien den ersten Platz in Europa abgejagt, was die Präsenz ausländischer – deutscher und nicht nur – Touristen betrifft.
Die deutschen Gäste sind mit mehr als 44 Millionen Übernachtungen in der italienischen Hotelindustrie noch immer die stärkste Gruppe: sie machen 30 Prozent des Gesamtmarktes aus.
Die Gründe der Krise sind: die Reiseindustrie ruht sich auf dem Erreichten aus, d.h. es fehlt an attraktiven Angeboten und an wichtigen Investitionen. Das gilt weniger für Florenz, Rom, Venedig und die Amalfiküste. Die Sonne und die leichte Lebensweise Italiens sind nicht mehr genug, und insbesondere sind die Preise der Zimmer und der Leistungen zu teuer. So ist die Liebe der Deutschen erkaltet. Helfen könnten neben besserem Angebot und flexiblerer Steuerung von Angebot und Nachfrage auch ein wirklich gemeinsames Marketing für ganz Italien, damit das Land dank seiner vielen wunderschönen Kunst-, Kultur- und Landschaftschätze wieder Tourismus-Weltmeister werden kann.

Auch Männer mögen ihn: Fiat 500

Titel: „Auch Männer mögen ihn“
Datum: 12. November 2007
Quelle : Faz.net
Referent: Federica Boldini

In diesem Artikel geht es um die Erfolg des neuen italienischen Wagen „Fiat 500“. Der Autor sagt dass, alle Welt den Kleinwagen haben will. Mehr als 80.000 Exemplare sind schon in Frankreich und Italien bestellt worden, und die 3.500 Autos, die noch in diesem Jahr nach Deutschland kommen sollen, sind nahezu vergriffen. Der 3,55 Meter lange Wagen trifft den Zeitgeist, er sieht gut aus, ist billig und verbraucht wenig Benzin.
Schon die Basis-Version „Pop“, verkauft für 10.500 Euro, ist recht gut ausgestattet und bietet ABS, sieben Airbags, Servolenkung, Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber und Radio mit CD-Player. Für 2.000 Euro mehr gibt es entweder „Lounge“ oder „Sport“, dann sind unter anderem eine manuelle Klimaanlage, Leichtmetallfelgen oder ein Lederlenkrad an Bord.
Der neue 500 lehnt an dem klassische 500 an, der in der Vergangenheit mehr als 3 Millionen mal gebaut wurde, aber der neue 500 hat viele moderne Elemente und viele Möglichkeit dem wagen eine persönliche Note zu geben.
Bei ersten Probefahrten im Stadtverkehr von Berlin konnte der 500 durchaus überzeugen. Er ist viel mehr als ein Modeartikel, er ist ein schickes Auto für bis zu vier Personen, das auch Männern gefällt. Das mag an der stämmigen Karosse liegen, die auch maskuline Züge trägt.
Kommentar
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung ist nicht der einige europäische Zeitung, die den Fiat 500 lobt. Der italienische Autobauer Fiat hat mit dem 500 die Auszeichung «Auto des Jahres 2008» einheimsen können. Nämlich für Redakteure von sieben europäischen Zeitschriften ( „Stern“ für Deutschland und „Corriere della Sera“ für Italien) war der italienische Kleinwagen die wichtigste Neuheit auf dem europäischen Automarkt.
Der Neue 500 hat Erfolg, weil er etwas Besonders ist: er ist nicht die pure Neuauflage eines Autos, sondern die Wiederbelebung eines Lebensgefühls, das die 50er- und 60er-Jahre beherrscht hat. Es war 1957, als der Fiat Cinquecento sein Debüt feierte und in Italien wohl denselben Kultstatus bekam. Der 500 war ein kleines, erschwingliches Auto, das auch Leuten mit schmalerem Geldbeutel den Wunsch nach Motorisierung erfüllen konnte. Viele Italienische Film der Zeit schauen das Auto, die, in wenigen Jahren, das Symbol von Italien und der Dolce Vita wurde.

Montag, 7. April 2008

Auch Italien erregt sich über „entartete Kunst“

Presseschau vom 21. 11 2007

Quelle: Welt.de

Datum: 2. 11 2007

Referent: Elena Zacco


Der Artikel bezieht sich auf einen Bericht und auf einige Fotos, die in der italienischen Zeitung „Giornale“ erschienen. Der südamerikanische Künstler Vargas hat einen Straßenhund in einer Galerie angebunden und ihn verhungern lassen. Die Fotos zeigen diesen abgemagerten Straßenhund, der sich unter den Augen der Zuschauer vergeblich nach einem Napf mit Futter abquält aber er ist unfähig, ihn zu erreichen.

Die italienische Zeitung nannte diese grauenhafte Szene „entartete Kunst“. Aus diesem Grund stellt das deutsche Blatt zwei Fragen, das heißt warum der italienische Artikel das Goebbels-Unwort benutzt und ob ein toter Hund Kunst ist.

Goebbels war der Nazi-Propagandaminister, und die Nazizeit hatte eine ausgezeichnete Propagandamaschine. Millionen Deutsche folgten im Dritten Reich dem Propaganda-Feldzug Goebbels. Unter einem solchen Blick entpuppt sich aber auch der Slogan „entartete Kunst“ zuerst einmal als eine weitere geniale Wortschöpfung des Reichspropagandaministers. Vor 70 Jahren eröffnete Goebbels in München eine Ausstellung, deren Namen „entartete Kunst“ war. Bis in den Krieg hinein, bis 1941, zog sie über 3 Millionen Besucher an. Es war ein Erfolg, mit dem viele Deutsche viele Künstler der Moderne zum ersten mal kennen lernten.

Der Begriff „entartete Kunst“ wird in Italien nicht in dem selben Sinn wie in Deutschland angewendet. „Entartete Kunst“ bedeutet hier „degenerierte Kunst“. Die Frage ist, wo die Grenze ist. Das Werk von Vargas wird im Jahr 2008 auf der Biennale in Venedig ausgestellt und es hat gute Aussichten, den Ruhm des Künstlers zu vermehren. Aber da wird es auch andere strittige Werke geben, z. B. Ratzinger im Slip, aufgehängte Babies, ein nackter Gekreuzigter aus Schokolade oder eine weinende Madonna mit Spermatropfen. Aber ist das Kunst? Vielleicht was als Kunst beschrieben wird, ist sehr oft nur eine schlichte Provokation. Man darf nicht mehr diesen Tinnef als Kunst im klassischen Sinn begreifen.


HINTERGRUNDINFORMATION

Die Ausstellung "Entartete Kunst" wurde am 19. Juli 1937 in München eröffnet und zeigte 650 konfiszierte Kunstwerke aus 32 deutschen Museen. Bis April 1941 wanderte sie in zwölf weitere Städte. Die Ausstellung wurde von Joseph Goebbels initiiert und von Adolf Ziegler (1892-1959), dem Präsidenten der Reichskammer der bildenden Künste, geleitet.

Als "Entartete Kunst" galten im NS-Regime alle Kunstwerke und kulturellen Strömungen, die mit dem Kunstverständnis und dem Schönheitsideal der Nationalsozialisten nicht in Einklang zu bringen waren: Expressionismus, Impressionismus, Dadaismus, Neue Sachlichkeit, Surrealismus, Kubismus oder Fauvismus. Als "entartet" galten u.a. die Werke von George Grosz, Ernst Ludwig Kirchner, Max Ernst, Karl Schmidt-Rottluff, Max Pechstein, Paul Klee, Otto Griebel oder Ernst Barlach. In der Ausstellung "Entartete Kunst" wurden ihre Exponate mit Zeichnungen von geistig Behinderten gleichgesetzt und mit Photos verkrüppelter Menschen kombiniert, die bei den Besuchern Abscheu und Beklemmungen erregen sollten. So sollte der Kunstbegriff der avantgardistischen Moderne ad absurdum geführt und moderne Kunst als "entartet" und als Verfallserscheinung verstanden werden. Diese Präsentation "kranker", "jüdisch-bolschewistischer" Kunst diente auch zur Legitimierung der Verfolgung "rassisch Minderwertiger" und politischer Gegner. Parallel zur "Entarteten Kunst" zeigten die Nationalsozialisten in der "Großen Deutschen Kunstausstellung" im Münchner "Haus der Deutschen Kunst", was man unter "deutscher" Kunst zu verstehen habe.

Ausgestreckte Hand

Presseschau vom 14. November 2007

Titel Ausgestreckte Hand

Quelle Wirtschaftswoche

Datum 5. November 2007

Referent Ilaria F.


In diesem Artikel geht es um die steigenden Investitionen der deutschen Autoindustrie im Vertrieb und Marketing und insbesondere um die Folgen und die Probleme dieser Tendenz.

Seit Jahren verdienen die meisten Hersteller am reinen Verkauf der Fahrzeuge immer weniger und 30% des Listenpreises eines Autos geben sie für Marketing und Vertrieb aus. Aber mit hartem Wettbewerb zwischen den Herstellern lässt sich das nicht mehr allein erklären. Die wichtigsten Defizite sind:

  • Es gibt immer mehr Konkurrenz nicht nur zwischen den verschiedenen Herstellern sondern auch innerhalb einer Marke und so ist das Händlernetz in vielen Fällen einfach zu dicht.

  • Vielen Händlern fehlen die notwendigen Einnahmen, um in Schauräume und Werkstätte zu investieren, und so spiegelt sich das auf die Hersteller wider.

  • Der Service bei Verkauf und Reparatur ist oft schwach.

  • Viele Hersteller haben ihren Finanzteil nicht ausreichend bei den Händlern integriert.

In vergangenen Jahr gaben die 16 größten Autohersteller in Westeuropa 92 Milliarden Euro für Marketing und Vertrieb aus, aber die Gewinne waren nicht entsprechend ihrer Investitionen, weil das Vertriebnetz nicht richtig aufgeräumt war. BMW hat in seiner Organisation ein neues Vertriebsystem eingelegt, das mehr auf Qualität setzt. Der Zweck dieses Systems ist es, die Profitabilität der mittelgroßen Händler zu verbessern. Praktisch möchte BMW die Umsatzrendite der Händler von 0,8 auf 1,5% steigern.

Auch Audi hat erkannt, wie wichtig gute Händler und das Vertrauen der Kunden für den Erfolg einer Marke sind. Dieser Autokonzern hat ein mehrstufiges Programm (Q-Power) eingelegt, um Ertüchtigungsmaßstäbe innerhalb seines Vertriebssystems zu setzen. Aber Audi trägt nur ein Teil der Kosten dieses Programms und die Händler, die sich an dem Programm beteiligen, müssen die anderen Kosten tragen.


EU-PRÄSIDENT FÜR TEMPOLIMIT AUF DEUTSCHEN AUTOBAHNEN

Presseschau vom 28. November 2007

Titel EU-PRÄSIDENT FÜR TEMPOLIMIT AUF DEUTSCHEN AUTOBAHNEN

Quelle www.spiegel.de

Datum 24. November 2007

Referent Ilaria F.


In diesem Text geht es um den EU-Kampf gegen die Klimaerwärmung. Tatsächlich hat der EU-Präsident Barroso entschieden, dass Autokonzerne, die gegen Vorgaben verstoßen, bestraft werden sollen. Er hat angekündigt, dass Neuwagen in Europa ab 2012 nur noch 120 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer ausstoßen dürften und so muss sich die Autoindustrie an diese Maßnahme anpassen.

Der Chef der EU-Kommission möchte ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen einführen, weil Autos, die an eine Höchstgeschwindigkeit gebunden sind, weniger Abgase ausstoßen.

Diese Maßnahme werden eingeführt, um Klimaschutz und Wirtschaftswachstum mehr zu vereinbaren.