Presseschau vom 5. Dezember 2007
Quelle: www.faz.net
Datum: 29. November 2007
Referent: Cristina Bagnoli
Während in Brüssel Experten zur „Konferenz gegen Gewalt“ der Uefa und der Europäischen Kommission zusammenkommen, stoßen Fans von Lazio und Piräus in der Champions League in Rom aufeinander. Die Polizei verhindert mit Mühe eine Schlacht im Stadion.
Nach den Ereignissen, die letztes Jahr in Paris und Palermo geschehen sind, war neuer Uefa-Präsident Michel Platini bei EU-Kommissionpräsident Barroso vorstellig geworden, um eine europäische Sportpolizei zu fordern. Aber in Brüssel hat diese Idee sich nach Platini nun allmählich fortentwickelt.
Natürlich hat die Kommission Sympathie für Platinis Plan gezeigt, aber Justizkommissar Franco Frattini hat bei der Konferenz keine Andeutung einer neuen europäischen Institution zum Kampf gegen Gewalt im Sport gemacht, er hat die Rolle der EU als „Katalysator für Lösungen und Erfahrungsaustausch“ zwischen Nationalen und europäischen Einrichtungen umrissen. Hinzu kommt finanzielle Hilfe mit dem „Eu-Sechsjahresprogramm zur Prävention und Bekämpfung von Verbrechen“.
Die Mobilität der Gewalt wird durch ein Europa ohne Grenzen gefördert, also will Platini Stadionverbote, die europaweit gelten, für Gewalttäter fordern, um EU-Standard für Stadien zu erreichen. Aber er macht sich Sorgen über den Zustand des Verfalls in bestimmten Ländern. Das Problem ist für ihn ein Problem der Politik, weil Gewalt ein gesellschaftliches Problem ist. Nach Platini ist der Fußball nur eine Geisel der Gewalt und muss befreit werden.
Samstag, 10. Mai 2008
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