Quelle: Süddeutsche Zeitung
Datum: 04/03/2008
Referent: Pozzi Maurizia
Die Porsche AG ist ein deutscher Sportwagenhersteller mit Sitz in Stuttgart. Sie wurde 1931 als Konstruktionsbüro gegründet. Der Name stammt aus Ferdinand Porsche, der zur Zeit des 1. Weltkrieges als Konstrukteur tätig war.
Porsche hat immer ein Verhältnis zu Volkswagen gehabt. Die Firma VW wurde nämlich unter anderen vom F. Porsche selbst aufgebaut, der Hauptgeschäftsführer sowie Mitglied des Aufsichtsrats bei VW war. Ferdinand Porsche schloss auβerdem einen Vetrag mit VW, der die finanzielle Basis für die Autofabrik und die Handelsgesellschaft Porsche Holding war.
In den letzten Jahren hat Porsche peu à peu die Stammaktien von VW übernommen und hat jetzt seinen Aktienanteil auf 51 % erhöht.
Hintergrundinformationen
11.571 | |
7,38 Milliarden Euro (Gj. 2006/2007) | |
Automobilindustrie | |
Automobile |
Zusammenfassung
In diesem Artikel geht es um die Übernahme des VW-Konzerns durch die Porsche AG.
Porsche, der Sportwagenbauer aus Stuttgart will die Mehrheit bei Volkswagen übernehmen (gröβter Autobauer Europas). Schon seit langer Zeit wollten die Porsche-Manager an die Macht kommen und jetzt haben sie ihr Ziel erreicht. VW seinerseits hat inzwischen die Mehrheit am schwedischen Lastwagenhersteller Scania gekauft.
Am Anfang schien die Übernahme von VW durch Porsche zu stocken. Man konnte eigentlich nicht glauben, dass die kleine Porsche AG den groβen VW-Konzern übernehmen konnte. Jedoch war die Sache möglich: Die Porsche AG verdient viel und die VW-Aktie war an der Börse so niedrig bewertet, dass die kleine den groβen übernehmen konnte.
Das Problem liegt jetzt in der Tatsache, dass sich die Politiker einmischen wollen, um das alte VW-Gesetz wieder einzuführen. Laut dieses Gesetzes darf kein Aktionär mehr Stimmrechte als 20 % haben. Dieses Gesetz trat im Jahre 1961 in Kraft, wurde aber dann vom EU-Gerichtshof für ungültig erklärt. Jetzt spricht man über eine mögliche Wiedereinführung des Gesetzes. Natürlich ist der Porsche-Vorsitzende damit nicht einverstanden, weil er nicht mehr freie Bahn haben wird.
Was VW betrifft, hat der Konzern den schwedischen Lastwagenhersteller Scania gekauft und stöβt damit eine Neuordnung der Branche an. Für Scania ist das die beste Lösung, weil er den weltsichtigsten Eigentümer aus der Industrie bekommt und eine lange Phase der Unsicherheit beendet wird. Jetzt fragt man sich, was der Münchner Nutzfahrzeughersteller MAN machen wird. Er hatte auch versucht, eine Fusion von MAN und Scania zu ermöglichen, jedoch nicht geschafft, weil unfreundliche Übernahmen nie erfolgreich sind.
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