Montag, 7. April 2008

WÜRFEL, NICHT WOLKE

Presseschau vom 7. November 2007

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Datum: 31. 11 2007

Referent: Elena Zacco


In dem Artikel handelt es sich um eine neue temporäre Kunsthalle, die auf dem Berliner Schlossplatz errichtet werden wird. Der Titel des Artikels bezieht sich auf die Namen der zwei bekannten Projekte für die Kunsthalle, „Würfel“ und „Wolke“. Man hat monatelang darüber gesprochen und am vergangenen Dienstag hat der Senat endlich entschieden: die neue Kunsthalle wird „White Cube“ heißen. So hat der „Würfel“ und nicht die „Wolke“ des Berliner Büros Graft den Zuschlag erhalten. Das langgestreckte, elf Meter hohe Gebäude ist von dem Wiener Architekten Adolf Krischanitz entworfen worden. Der Bau, der etwa 850 000 Euro kosten soll, wird von der privaten „Stiftung Zukunft Berlin“ finanziert.

Der „Würfel“ wird ein 1000 Quadratmeter umfassender Hallenbau aus Holz und Kunststoffverkleidung sein. Im Inneren stehen nicht nur Café und Museumsshop, sondern auch 600 Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung. Die Außenhaut der Halle ist eine Gewebemembran, die bedruckt werden kann. Ein Entwurf von Gerwald Rockenschaub spielt mit dem Motiv der Wolke.

In 5 oder 6 Monaten könnte der Betrieb beginnen und sobald mit dem Bau des Humboldt – Forums begonnen wird, das heißt frühestens 2010, muss die Kunsthalle weichen. Nun sind wenigstens vier Ausstellungen im Jahr geplant, für die ein Beirat verantwortlich ist.

Der Autor betrachtet die Kunsthalle als einen schönen Erfolg der Berliner Kunstbürger. Der Bau erinnert an die legendäre Ausstellung, die im Dezember 2005 im Palast der Republik stattgefunden hatte und die zeigte, wie reich das Kunstleben in Berlin ist.


In dem Artikel gibt es auch den Hinweis auf eine Webseite (www.white-cube-berlin.org), die den Entwurf sehr detailliert beschreibt. In der Homepage herrschen ein Foto der Kunsthalle und ihr Plan. Ein Titel lautet Wir haben den Zuschlag des Berliner Senats!. Auf der linken Seite der Homepage sind einige Links zu finden. Diejenigen, die ich am interessantesten gefunden habe, sind „Architektonisches Konzept“ und „Projektentwicklung“. Das erste Link betont, dass die Kunsthalle ein pavillonartiges Bauwerk mit bestimmten Eigenschaften sein wird. Diese Eigenschaften sind niedrige Errichtungskosten, kurze Aufbauzeit, begrenzte Nutzungsdauer, kurze Abbauzeit und die Möglichkeit einer Wiederverwendung. „White Cube“ hat eine einfache räumliche Organisation: einerseits die Eingangshalle mit Kasse, Katalogverkauf und einem kleinen Büro und andererseits ein unabhängig zu betreibendes Café mit entsprechenden Nebenräumen wie Küche und Toiletten. Es ist vorgesehen, den Pavillon neben dem Erreichen eines Energiestandards mit einem nachhaltig günstigen und effizienten Heiz- und Lüftungssystem auszustatten, das die Möglichkeiten von Sonnenenergie und Erdwärme nutzt.

Das zweite Link berichtet über den Ursprung des Projekts. Die Seite erinnert an die Ausstellung 36x27x10 im Dezember 2005. Einige international bekannten und in Berlin lebenden Künstler hatten mit dieser Ausstellung auf das große Berlinpotential und die fehlende Kunsthalle hingewiesen. Diese Ausstellung entwickelte schnell eine Debatte für eine neue Kunsthalle in Berlin. Die temporäre Kunsthalle wird zur nächsten Berlinbiennale 2008 eröffnet, und es kann mit einer Gesamtlaufzeit von zirka zwei Jahren (2008 – 2010) gerechnet werden.



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