Presseschau vom 28/11/07
Quelle: http://www.welt.de/
Datum: 6. September 2007
Referent: Anita Bellini
Italien ist nicht mehr das lange liebste Urlaubsland der Deutschen und hat allgemein auf dem Weltmarkt der Reise an Boden verloren. Nach dem Vize-Premier und Tourismusminister Francesco Rutelli steckt die Tourismus-Industrie in der Krise. “Wir dachten zu lange, die Schönheiten Italiens reichten, um Besucher anzuziehen”, behauptet er. Aber die Mittelmeerkonkurrenz Spanien hat Italien den ersten Platz in Europa abgejagt, was die Präsenz ausländischer – deutscher und nicht nur – Touristen betrifft.
Die deutschen Gäste sind mit mehr als 44 Millionen Übernachtungen in der italienischen Hotelindustrie noch immer die stärkste Gruppe: sie machen 30 Prozent des Gesamtmarktes aus.
Die Gründe der Krise sind: die Reiseindustrie ruht sich auf dem Erreichten aus, d.h. es fehlt an attraktiven Angeboten und an wichtigen Investitionen. Das gilt weniger für Florenz, Rom, Venedig und die Amalfiküste. Die Sonne und die leichte Lebensweise Italiens sind nicht mehr genug, und insbesondere sind die Preise der Zimmer und der Leistungen zu teuer. So ist die Liebe der Deutschen erkaltet. Helfen könnten neben besserem Angebot und flexiblerer Steuerung von Angebot und Nachfrage auch ein wirklich gemeinsames Marketing für ganz Italien, damit das Land dank seiner vielen wunderschönen Kunst-, Kultur- und Landschaftschätze wieder Tourismus-Weltmeister werden kann.
Freitag, 11. April 2008
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