Presseschau vom 31.10.2007
Titel „Kokain treibt immer mehr Italiener zu Nasenoperationen“
Quelle: Kleine Zeitung (Österreich) (Web Seite)
Datum: 30 Oktober 2007
Referent: Giovanna Capetti
Der Untertitel lautet: „Es schneit immer häufiger in Italien“. Das ist natürlich eine Metapher für Droge.
Es geht um den zunehmenden Kokainkonsum in Italien, wo immer mehr Leute sich einer Operation unterziehen müssen, weil ihre Nase und Gaumen vom Kokain zerstört worden sind.
Diese Operation bedeutet die Wiederherstellung der Nase. Sie kostet bis 10.000€ in einer Privatklinik oder es gibt jetzt Wartelisten von eineinhalb Jahren in den Krankenhäusern.
Wegen des sinkenden Preises der Drogen, ist die Zahl der kokainabhängigen in den letzten Jahren stark gewachsen, vor allem unter Frauen,. Der Preis für ein Gramm ist von 99€ auf 83€ gesunken.
Kommentar
Diese Nachricht hat in Italien viel Lärm gemacht, aber weniger in Deutschland; nur zwei Zeitungen haben darüber gesprochen. Die andere Zeitung ist „Die Presse“ (www.diepresse.com), unter dem Titel: „Italien: Das Geschäft mit den Nasen“. In dem Artikel geht es um den Kokainkonsum, der in Italien rasant zugelegt hat: von 2002 bis 2005 ist die Zahl der abhängigen Männer um 62% gestiegen, die der Frauen um 50%. Die Preise sind zurzeit so niedrig wie nie. In Rom liegen Kokain und Haschisch in der Luft. Zu diesem ungewöhnlichen Ergebnis kommt eine Studie des nationalen Forschungsinstituts CNR. Erst kürzlich konnten Wissenschaftler Kokainspuren in der Atemluft Roms nachweisen. Auch fand die Polizei, als sie jüngst Geldscheine unter die Lupe nahm, auf nur drei von 100 Banknoten keine Drogenreste. Die übrigen waren zum Schnupfen von Kokain verwendet worden.
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